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Sechs Linux-Varianten für besondere Einsätze

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Puppy Linux

Der geistige Vater hinter Puppy Linux ist der australische Entwickler Barry Kauler. Das Betriebssystem kann auf eine große Community vertrauen, die eine breite Auswahl an Paketen und Puppy-Erweiterungen entwickelt hat. Das Boot-Image bescheidet sich mit knapp 90 MB, Puppy Linux lässt sich von CD, USB-Stick und Netz starten. Für den Betrieb empfiehlt sich ein Arbeitsspeicher von mindestens 256 MB. Im Infoworld-Testlabor kam eine ältere 2.x-Version auf einem alten Notebook mit 196 MB Arbeitsspeicher ohne Probleme zurecht.

Die ihm vorgesetzte Hardware wie Festplatte und Linux-Swap-Partition erkennt und nutzt Puppy Linux in der Regel sehr gut. Das Betriebssystem kann den aktuellen Betriebsstatus beim Runterfahren auf Festplatte speichern, selbst wenn es von CD gestartet wird. Dazu speichert die Software die Konfiguration in einer gewöhnlichen Datei. Beim CD-Start sucht das Betriebssystem nach der Datei.

Puppy basiert nicht auf einer speziellen Linux-Distribution, Kauler hat bei Null begonnen. Die Version 3.x ist binärkompatibel zu Slackware 12 und kann mit Slackware-Erweiterungen betrieben werden. Allerdings gefiel Kauler die Abhängigkeit nicht, so dass die aktuelle Version 4 wieder eigenen, unabhängigen Source-Code verwendet.

Die Basis-Version wird unter anderem mit SeaMonkey-Web-Browser, Gnumeric als Tabellenkalkulation, Inkspace für Vektorgrafiken und mtPaint für die Bildbearbeitung angeboten. Der PetGet-Manager ist eine integrierte Download- und Installationshilfe. Insgesamt stehen knapp 200 Erweiterungspakete zur Auswahl, darunter OpenOffice, die Browser Firefox und Opera sowie die Bildbearbeitung Gimp, Python und Skype.

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