| Sechs Linux-Varianten für besondere Einsätze | |
| Puppy Linux | |
| Damn Small Linux: Verdammt klein | |
| Linux für veraltete Rechner | |
| Linux als Rettungsanker für abgestürzte PCs | |
| Linux: Eine unendliche Auswahl |
Eine besondere Stärke von Linux ist es, sehr flexibel und anpassbar zu sein. Von den vielfältigen Möglichkeiten des Betriebssystems macht die Open-Source-Community fleißig Gebrauch. Schlaue Entwickler haben Lösungen für spezielle Anwendungen geschaffen (siehe auch "Best of Open Source: die besten Anwendungen für Netze"). Anwender können daher für fast jede Herausforderung eine Tool-Sammlung finden, erfreulicherweise sind die Softwarepakete umsonst. Ausprobieren kostet also nichts.
Das Testlabor der US-amerikanischen COMPUTERWOCHE-Schwesterpublikation "Infoworld" hat sich einige Linux-Ausführungen näher angeschaut und insgesamt sechs Entwicklungen für drei Anwendungsfälle herausgesucht:
Puppy Linux und Damn Small Linux glänzen mit sehr kleinen Speicheranforderungen und booten bei Bedarf vom USB-Stick.
antiX Linux und SliTaz Linux laufen auf alten Rechnern, die ansonsten auf dem Sperrmüll landen.
GParted Live und SystemRescueCD sind die letzte Rettung für PCs, die nicht mehr booten wollen.


Für Technik-Freaks ist es eine besondere Herausforderung, ein Betriebssystem mit möglichst vielen Funktionen und einem Footprint von weniger als 100 MB zu entwickeln. Doch abseits des Entwicklerehrgeizes haben diese Mini-Betriebssystems unstrittige Vorteile: Sie sind mobil und sehr genügsam, was die Hardware-Anforderungen betrifft. Auf einem USB-Stick gespeichert passen sie in jede Hosentasche, so dass der Nutzer beispielsweise unterwegs - etwa im Internet-Cafe - den Rechner vom USB-Stick starten und jederzeit mit der gewohnten Oberfläche arbeiten kann. Zudem beanspruchen die Schmalspur-Betriebssysteme kaum Speicherplatz und Prozessorleistung. Damit sind die Linux-Ausführungen prädestiniert für den Einsatz auf einer virtualisierten Maschine (etwa VMware Workstation oder Sun xVM Virtual Box), denn oft genügt 256 MB Arbeitsspeicher. Damit schaffen die schlanken Systeme auf dem virtualisierten Rechner Platz für Windows, denn ein voll aufgeblasenes Microsoft-Betriebssystem nimmt seinen Dienst erst auf, wenn 1 GB RAM und mehr zur Verfügung stehen (siehe auch "Windows 7 - endlich alles gut?").
Die Infoworld hat mit Puppy Linux und Damn Small Linux zwei ihrer Meinung zufolge besondere geeignete Lösungen herausgesucht und getestet.