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Software Infrastruktur

Applikationsvirtualisierung im Test

Microsofts App-V revolutioniert den Desktop

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von Andrej Radonic (freier Autor in Köln und Verfasser des Buchs Xen 3.2)
Die Produktfamilie "Microsoft Application Virtualization 4.5" löst die seit den Windows-Anfängen übliche Verflechtung von Anwendungen und Betriebssystem. Das soll Unternehmen helfen, Kompatibilitätsprobleme am Desktop zu vermeiden.

Mit dem Kauf der Firma Softricity im Sommer 2006 füllte Microsoft mit "Softgrid" eine Lücke im Virtualisierungsportfolio. Die aktuelle Version 4.5 ist die erste von Microsoft in Eigenregie erstellte Ausführung. Mit dem Update änderte sich der Name von Softgrid zu Microsoft Application Virtualization ("App-V").

Microsoft Application Virtualization ist eine ganze Suite aus Softwarekomponenten, die der Virtualisierung, dem Streaming und der zentralisierten Verteilung von Applikationen dient.

Funktionsweise

Anwendungen werden auf dem Client-PC in einem Container ausgeführt, so dass sie gegenüber dem Betriebssystem abgeschottet sind. Die Software-Verteilung erfolgt ohne Installation, dadurch werden Konflikte mit anderer Software sowie Inkompatibilitäten mit unterschiedlichen Betriebssystemversionen vermieden. Bei Bedarf können mehrere Versionen ein und desselben Programms parallel betrieben werden, etwas was beispielsweise bei MS Office sonst nicht möglich wäre.

App-V benötigt eine fest installierte Client-Komponente ("Agent") auf dem Arbeitsplatz-PC. Die auszuführenden Applikationen residieren auf dem App-V-Server, sie werden hier verwaltet und von dort verteilt. Der Client fordert die Applikation bei Bedarf an, ihr Code wird dann in Echtzeit zum Client übertragen ("gestreamt"). Dabei werden nur tatsächlich benötigte Komponenten heruntergeladen, um das Netz nicht über Gebühr zu belasten. Bei Aktualisierung der zentral vorgehaltenen Applikation erhält der Benutzer-PC automatisch das entsprechende Update.

Aus der Sicht des Endbenutzers verhalten sich virtualisierte Anwendungen so als seien sie lokal installiert. Dazu tragen auch die Programm- verknüpfungen auf dem Desktop bei.
Aus der Sicht des Endbenutzers verhalten sich virtualisierte Anwendungen so als seien sie lokal installiert. Dazu tragen auch die Programm- verknüpfungen auf dem Desktop bei.
Aus der Sicht des Endbenutzers verhalten sich virtualisierte Anwendungen so als seien sie lokal installiert. Dazu tragen auch die Programm- verknüpfungen auf dem Desktop bei.

Würde ein Unternehmen konsequent alle Anwendungen über App-V ausliefern, müssten PCs und Laptops nur mit einem standardisierten Betriebssystem-Image sowie einem App-V-Client versehen werden. Sobald sich der Benutzer anmeldet, erscheinen automatisch sämtliche Verknüpfungen zu allen Applikationen, die der Administrator für ihn vorgesehen hat.

App-V regelt den Zugriff auf Applikationen über definierbare Rollen und Zugriffsprofile im Active Directory. Anwendungen können auf dem Client zwischengespeichert oder aber bei jedem Aufruf neu geladen werden. Außerdem lassen sich Applikationen untereinander verknüpfen, um Programme beispielsweise mit einer Middleware oder einem Plugin zusammenzubringen ("Dynamic Suite Composition"). Abhängige Komponenten, wie etwa eine Java Virtual Machine für den Internet Explorer können dabei auch später hinzugeladen werden.

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