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Software Infrastruktur

Vista x64 versus Vista x86

Vista-Umstieg - besser gleich auf die 64-Bit-Version?

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von Michael Pietroforte (Fachautor in München und Betreiber der Website 4sysops.com)

Wann sind 2GB RAM zu wenig?

Im Allgemeinen reichen für Windows Vista 2GB aus. Wenn allerdings mehrere speicherhungrige Anwendungen zeitgleich betrieben werden oder große Datenmengen zu verarbeiten sind, profitiert man von zusätzlichem Speicher. Typischerweise ist das etwa bei Virtualisierungs-Lösungen oder professioneller Grafiksoftware der Fall. Zu bedenken ist aber, dass über kurz oder lang auch in einer gewöhnlichen Arbeitsumgebung 2GB zu knapp werden dürften. Als Windows XP seinerzeit auf den Markt kam, galten 256MB RAM als vollkommen ausreichend. Heutzutage gibt es kaum noch XP-Systeme, die mit weniger als 1GB wirklich rund laufen, denn Service Packs haben das Betriebssystem zusätzlich aufgebläht und auch die Anwendungen sind im Laufe der Zeit immer speicherhungriger geworden.

Update von x86 auf x64 nicht möglich

Wer längerfristig plant, sollte Vista x64 deshalb in Betracht ziehen, selbst wenn derzeit noch kein Bedarf für mehr Speicher besteht. Ein Betriebssystemwechsel ist immer eine aufwändige Angelegenheit und ein Update von Vista x86 ist nicht möglich. Das heißt, man kommt bei einem Wechsel auf Vista x64 um eine komplette Neuinstallation nicht umhin. Zu überlegen ist auch, bei der Neuanschaffung von Arbeitsplatzrechnern diese jetzt schon mit 4GB RAM auszustatten. Die Preise für Arbeitsspeicher sind jüngst dramatisch gefallen und die zusätzlichen Kosten sind in Relation zum Aufwand zu setzen, den eine spätere Nachrüstung bedeuten würde.

Mehr Speicher, mehr Prozessorleistung

Ein Mangel an Arbeitsspeicher ist der häufigste Grund für unzureichende Performance. Zumindest auf Desktop-Systemen im Unternehmensbereich ist die Leistungsfähigkeit des Prozessors in aller Regel von geringerer Bedeutung. Dennoch gibt es auch im Büroalltag durchaus Anwendungen, die auf einen leistungsfähigen Prozessor angewiesen sind. Eine aufwändige Excel-Berechnung, ein modernes Videokonferenzsystem oder Grafik-Anwendungen profitieren von einem schnellen Prozessor. Da 64-Bit-CPUs als leistungsfähiger gelten, stellt sich die Frage, ob der Einsatz von Vista x64 hier Vorteile bringt. Es besteht in der Tat die Möglichkeit, Anwendungen für 64 Bit zu optimieren. Allerdings haben sich die meisten Software-Anbieter darum bisher kaum bemüht.

64-Bit-Software nicht immer schneller

Auch dann, wenn ein Hersteller eine 64-Bit-Version zur Verfügung stellt, kann man nicht davon ausgehen, dass diese schneller läuft als das 32-Bit-Pendant. Meist gibt es die 64-Bit-Ausgabe nur, weil die entsprechende 32-Bit-Anwendung unter Vista x64 nicht lauffähig ist. Wer also aufgrund von Performance-Bedarf einen Umstieg erwägt, sollte vorher die entsprechenden 64-Bit-Anwendungen testen. Keinen Leistungsgewinn kann man bei 32-Bit-Programmen erwarten, da Vista x64 bei ihrem Start den Prozessor sowieso immer in den 32-Bit-Modus schaltet.

(3 Beiträge), 
Kommentieren
michaelmuenchen
Cisco liefert leider bisher keinen VPN Client für Windows Vista 64, ein K.O. Kriterium für jeden professionellen "Heimwerker" zum Beitrag

hhok2008
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Marek Pelc
wunderbar, wenn da nicht mit Vista 64 gleich das große Problem mit nicht funktionierenden Treibern und Basisprogrammen ( alles was systemnah funktioniert ) geben würde... zum Beitrag


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