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Jeff Raikes wird Chef der Gates-Stiftung

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von Thomas Cloer
Der Microsoft-Veteran Jeff Raikes übernimmt Anfang September als CEO die Leitung der Bill & Melinda Gates Foundation.

Dies teilte Microsoft gestern mit. Raikes, 49 Jahre alt und seit 27 Jahren bei Microsoft, wird damit Nachfolger von Patty Stonesifer, die seit den 1990er Jahren die philanthropischen Aktivitäten des Microsoft-Gründers und Noch-Chairmans Bill Gates und dessen Frau Melinda Gates gelenkt hatte.

Jeff Raikes wechselt damit an die Spitze einer Organisation, der aufgrund ihrer Größe und Ambition große Aufmerksamkeit zuteil wird. Die Stiftung ist mit 37,3 Milliarden Dollar dotiert (ohne die ihr ebenfalls zugesagten Milliarden von Gates-Freund Warren Buffett) und widmet sich Problemen wie globale Gesundheit, Bildung in den Vereinigten Staaten und Agrikultur und Finanzen in Entwicklungsländern. "Jeff teilt unsere Passion für diese Themen", erklärte Gates in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Raikes ist einer der engsten Microsoft-Verbündeten von Bill Gates. Er gehört zu den frühen "Microsoft Millionaires", die von dem rapiden Wachstum des weltgrößten Softwareherstellers profitierten. Der im US-Bundesstaat Nebraska geborene Manager verbrachte den größten Teil seiner Karriere im Marketing und stand zuletzt als President der Microsoft-Sparte für Unternehmenssoftware vor. Im Januar hatte Microsoft Stephen Elop zu seinem Nachfolger auf diesem Posten ernannt und angekündigt, Raikes werde im August 2008 in den Ruhestand gehen.

Bill Gates will sich ab Juli diese Jahres hauptsächlich seiner Stiftung widmen und seinen Vollzeit-Job bei Microsoft aufgeben (wo er aber Chairman bleibt). Raikes dürfte als Stiftungs-CEO aus Sicht des "Wall Street Journal" eine besonders wichtige Fähigkeit mitbringen: Erfahrung darin, seinen Boss zu managen. Philanthropie-Experten sehen für Stiftungs-Manager nämlich grundsätzlich ein Problem darin, mit den noch lebenden Stiftern gedeihlich zusammenzuarbeiten. (tc)

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