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Software Infrastruktur

Kommentar von TechConsult: Desktop-Virtualisierung bietet Chancen - aber?

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von Denis Mrska
Desktop-Virtualisierung ist die konsequente Weiterführung eines Trends zu mehr Effizienz in IT-Umgebungen.

Quantitativ lässt sich der Markt für Desktop-Virtualisierung derzeit noch kaum erfassen. Die Einsatzgrade sind im Vergleich zu virtualisierten Server- und Storage-Umgebungen gering. Nach TechConsult-Schätzung sind von 100 VMware-Projekten bisher etwa zehn im Bereich der Desktop-Virtualisierung angesiedelt, der Rest im Server- und Storage-Umfeld.

Client-Virtualisierungs-Technologien, wie sie beispielsweise der Virtualisierungs-Marktführer VMware mit der Virtual Desktop Infrastructure (VDI) anbietet, sind allerdings als logische Fortsetzung des Trends zur Ressourcen-Effizienz und besseren System-Management zu bewerten. Was sich im Rechenzentrum zu etablieren beginnt, wird konsequenter Weise auch früher oder später auf den Arbeitsstationen vermehrt Einzug halten. Treiber sind im Client-Umfeld vor allem die oftmals hohen Verwaltungskosten, die mit der Anzahl der vorhandenen und hinzukommenden Workstations zunehmen, steigende Sicherheitsansprüche an die stationären, jedoch häufig von verschiedenem Personal bedienten IT-Arbeitsplätze, sowie die Flexibilität, die virtuelle Desktops dem an verschiedenen Clients arbeitenden Personal bieten.

Denis Mrksa von TechConsult sieht wesentliche Einsatzgebiete für die Desktop-Virtualisierung. Diese im Gießenkannenprinzip einzuführen, bringt jedoch nichts.
Denis Mrksa von TechConsult sieht wesentliche Einsatzgebiete für die Desktop-Virtualisierung. Diese im Gießenkannenprinzip einzuführen, bringt jedoch nichts.
Denis Mrksa von TechConsult sieht wesentliche Einsatzgebiete für die Desktop-Virtualisierung. Diese im Gießenkannenprinzip einzuführen, bringt jedoch nichts.

Einsatzszenarien sind derzeitig beispielhaft in innovativ geführten Klinik-Systemumgebungen zu finden. Hier wird durch Virtual-Desktop-Lösungen Ärzten, Krankenschwestern und anderem Klinikpersonal die Flexibilität geboten, sich am Ort der Behandlung aufzuhalten, ohne durch stationäre PCs eingeschränkt zu sein. Virtuelle Desktops auf Thin-Client-Basis bieten dem medizinischen Personal dann etwa die Möglichkeit, am Patientenbett den durchgehenden Zugriff auf die Patientendaten und Behandlungsinformationen zu haben.

Herausforderungen der Desktop-Virtualisierung

Herausforderungen im Markt für Desktop-Virtualisierung sind neben der Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit, die Anbieter noch beim Anwender bezüglich der Vorteile und des Nutzens virtueller Desktop-Umgebungen leisten müssen, vor allem technologischer Art. Bisher stehen zwei Ansätze virtueller Desktop-Technologien nebeneinander: Neben dem Terminal-Solution-Modell, das vor allem Citrix über Jahre etabliert hat und das sich auf der Ebene der Anwendungsbereitstellung abspielt, umfassen die Technologien von VMware und Xen die Client-Virtualisierung auf Betriebssystemebene. Da diese Ansätze mittelfristig nicht zusammen zu bringen sind, könnte die Akquisition von Xen durch Citrix zu einem "Grabenkrieg" sich gegenüber stehender Technologien führen. Darüber hinaus sind die Vorteile der Desktop-Virtualisierung fast ausschließlich im Workstation-Umfeld zu finden. Der allgemeine Trend geht jedoch immer stärker in Richtung Mobile Computing, wo beispielsweise die Flexibilität der Virtualisierung von stationären Arbeitsstationen obsolet wird.

Letztlich können virtuelle Desktop-Infrastrukturen je nach Einsatzgebiet die Effizienzbestrebungen in der Unternehmens-IT weiterführen. Auch vor dem Hintergrund nachhaltiger und umweltfreundlicher IT-Systeme können über Technologien zur Desktop-Virtualisierung Kosten und die Komplexität für die Verwaltung vieler (heterogener)Clients reduziert werden.

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