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Service Oriented Architecture & Business Process Management

Streibich

Software AG will weiter zukaufen

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Die Software AG setzt auch nach der rund 487 Millionen Euro teuren Übernahme von IDS Scheer auf Zukäufe.

"Wir wollen alle zwei bis vier Jahre eine größere Softwarefirma kaufen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). Er wolle eine "global relevante IT-Firma" aufbauen.

Software-AG-Chef Karl-Heinz Streibich
Software-AG-Chef Karl-Heinz Streibich
Software-AG-Chef Karl-Heinz Streibich
Foto: Software AG

In den vergangenen drei Jahren hat die Software AG sieben Firmen gekauft, die Transaktionsvolumina summieren sich auf mehr als 1,2 Milliarden Dollar. Mehr als 4000 Mitarbeiter wurden übernommen. Streibichs Ziele sind ambitioniert: Der nächste große Zukauf soll beim Umsatz möglichst größer sein als der vorherige. Demnach kann es nach der Übernahme von IDS Scheer aus Saarbrücken in Deutschland keinen IT-Zukauf von Gewicht mehr geben. Fest stehe, dass der Konzern seinen Schwerpunkt in der Integration und Überwachung von Geschäftsprozessen, Datenbankprodukten sowie der IT-Beratung behalten werde. "Wir gehen aus heutiger Sicht nicht in das Applikationsgeschäft", so Streibich. Gleichwohl soll sich der Konzernerlös alle fünf bis sechs Jahre verdoppeln. "Neue Märkte und neue Kunden finden wir insbesondere im Ausland", stellte er fest.

Ende Juni lasteten 265 Millionen Euro Finanzschulden auf der Software AG, die vor allem aus der Übernahme von IDS Scheer resultierten. Bislang konnte das Unternehmen seine Übernahmen ohne Kapitalerhöhungen stemmen. "Ob wir das auch künftig so durchhalten, weiß ich nicht", sagte Streibich. "Es ist aber immer unser Ziel, möglichst die Aktien nicht zu verwässern." Es sei stets auch wesentlich, die Akquisitionen komplett in dem Konzern aufgehen zu lassen. "Wir wollen keine Finanzholding sein", sagte der Vorstandschef.

Die vollständige gesellschaftsrechtliche Integration von IDS Scheer bewertete der Vorstandschef als Geduldsprobe. Der insgesamt eineinhalb Jahre währende Prozess habe Zusatzkosten von bis zu zehn Millionen Euro verursacht. Deutlich besser sei die betriebliche Integration von IDS Scheer verlaufen, versicherte der Konzernchef. Die Synergieeffekte etwa in der Verwaltung bezifferte er auf rund 25 bis 30 Millionen Euro, nach dem Zusammenschluss der beiden Firmen gewännen sie auch schneller neue Projekte von externen Kunden. (dpa/tc)

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