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Übernahmepoker: Bea fordert 8,3 Milliarden Dollar von Oracle

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Die geplante Übernahme von Bea könnte für Oracle teuer werden. Der Verwaltungsrat von Bea Systems hält einen deutlich höheren Kaufpreis für angemessen.

In einem ersten öffentlichen Angebot hatte Oracle 17 Dollar je Bea-Aktie geboten, was einem Kaufpreis von rund 6,7 Milliarden entspräche. Schon früh bezeichnete Beas Verwaltungsrat das Angebot als zu niedrig. Gestern nannte das Gremium einen aus seiner Sicht angemessenen Preis: Für 21 Dollar pro Aktie würde man in Verkaufsverhandlungen mit Dritten, darunter auch Oracle, einsteigen. Das wären satte 8,3 Milliarden Dollar.

"Wir glauben weiterhin, dass Oracles unaufgefordertes Angebot (…) Bea deutlich zu niedrig bewertet", schreibt Bea in einer offiziellen Erklärung. Berücksichtige man Beas Vermögenswerte und Zukunftsaussichten, sei ein erheblich höherer Verkaufspreis anzusetzen. 75 Prozent der Fortune-500-Unternehmen zählten zu Beas Kunden, zudem verfüge der Hersteller über Barreserven in Höhe von einer Milliarde Dollar und habe keine Schulden. Den vorgeschlagenen Preis von 21 Dollar habe das Management nach Konsultationen mit Finanzberatern von Goldman Sachs festgelegt.

Schon wenige Stunden später wies Oracle das Angebot empört zurück: 21 Dollar je Aktie seien ein "unmöglich hoher Preis" für Oracle oder jeden anderen potenziellen Käufer, erklärte Oracles President Charles Phillips. Erst am Dienstag stellte Oracle Bea Systems ein Ultimatum bis Sonntag, um das "großzügige Angebot" anzunehmen. Wie Analysten die Übernahmepläne von Oracle bewerten, lesen Sie hier. Mehr dazu auch im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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