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ColdFusion von Adobe erwärmt sich für .NET

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"ColdFusion", die von Macromedia übernommene Plattform für dynamische Web-Applikationen, hat Adobe Systems um Unterstützung für Microsofts Framework ".NET" erweitert.

Heute erscheint eine öffentliche Beta-Version des nächsten ColdFusion-Releases 8. Damit lassen sich .NET-Objekte aus der ColdFusion-Sprache heraus aufrufen. ColdFusion selbst ist eine Server-seitige Java-Applikation, dazu kommt eine Markup-Sprache zum Schreiben von Anwendungen. Die neue Version 8, die erstmals unter dem Namen von Adobe vermarktet wird, schlägt eine Brücke zwischen der Java- und der Microsoft-Welt.

"Kunden müssen nicht länger eine Technologie wählen und die andere damit ausschließen", sagt Adobes Senior Product Manager Tim Buntel. Weitere Neuerungen in ColdFusion 8 sind die Erzeugung von PDF-Dokumenten, Fähigkeiten zur Bearbeitung von bereits vorhandenen PDFs und PDF-Formularen sowie Unterstützung für den Application-Server von JBoss.

Entwicklern kommt Adobe mit interaktivem Debugging auf Basis der Eclipse-IDE sowie einem "Server Monitor" zur Identifizierung von Bottlenecks entgegen.

ColdFusion 8 nutzt laut Hersteller "Flex"- und AJAX-Komponenten, um komplexe Umgebungen mit intuitiven Oberflächen zu integrieren. Die RIA-Lösung (Rich Internet Applications) Flex arbeitet Client-seitig mit einer Sprache und einem Compiler, um Code in Flash umzuwandeln. Das Server-seitige ColdFusion ermöglicht hingegen die Integration mit Datenbanken sowie Java- und .NET-Objekten und ermöglicht auch Textsuche. ColdFusion kann aber auch eine HTML-Schnittstelle für Web-Applikationen erzeugen.

Das Upgrade für ColdFusion räumt aus Sicht des Gartner-Experten Ray Valdes Bedenken aus, Adobe werde die Plattfom nach dem Kauf von Macromedia nur noch halbherzig unterstützen oder gar ganz einstellen (so wie dies FreeHand widerfahren ist). "Die Leute haben sich gefragt, ob Adobe ColdFusion zu schätzen weiß, und ich denke, das tun sie", sagt Valdes. "Ich denke, das gehört zu ihrer Strategie für Unternehmenssoftware."

Während Flex unlängst der Community mehr oder weniger als Open Source übereignet wurde, gibt es für ColdFusion laut Buntel keine derartigen Pläne. So könne Adobe sicherstellen, dass ColdFusion mit anderen Adobe-Technologien integriert bleibe. (tc)


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