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Office & Collaboration

Microsofts Sharepoint Server 2007 bedrängt ECM- und BI-Anbieter

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von Wolfgang Sommergut (Computerwoche-Redakteur)
Nach vier Jahren Pause bringt Microsoft eine neue Version des Sharepoint-Servers, der gegenüber dem Vorgänger massiv ausgebaut wurde. Davon profitieren besonders die ECM- und BI-Funktionen.

Für den neuen Sharepoint-Server musste Microsoft ein langes Pflichtenheft abarbeiten. Zum einen sollte er einige Defizite der Vorgängerversion ausgleichen, vor allem beim Dokumenten-Management und der Enterprise-Suche. Zusätzlich zeichnete sich ab, dass der Nachfolger des Sharepoint Portal Server (SPS) 2003 auch das Web-Content-Management übernehmen würde, nachdem Microsoft für den darauf spezialisierten "Content-Management-Server (CMS) 2002" keinen Fahrplan mehr vorgelegt hatte. Auch das zu Office 2003 gehörende "Infopath" hatte als Fat-Client-Anwendung für elektronische Formulare nur bescheidenen Erfolg und bedurfte einer Web-fähigen Variante - hier bot sich eine Integration in den Portal-Server genauso an wie bei den BI-Tools, für die es bisher keine befriedigende Ausstattung mit Frontends gab.

Angesichts seines erweiterten Auftrags führt der neueste Sharepoint-Spross nicht mehr "Portal Server" in seinem Namen, sondern heißt jetzt "Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS) 2007". Er behält den dezentralen Ansatz seines Vorgängers bei, indem er auf die "Windows Sharepoint Services" (WSS) aufbaut und damit angelegte Websites aggregiert. Diese mit dem Windows-Server ausgelieferte Software liegt nun in der Version 3 vor und erbringt alle wesentlichen Basisdienste für die Anwendungen des Sharepoint-Servers. Die Verbesserungen von MOSS 2007 im Vergleich zum SPS 2003 gehen mithin zu einem wesentlichen Teil auf eine erweiterte WSS-Basis zurück. Dazu zählen beispielsweise eine fein abgestufte Versionierung, Check-in/Check-out sowie ein Synchronisierungsmechanismus, mit dem sich Dokumente auf mehrere Server verteilen lassen. Nachdem der Sharepoint-Server den CMS 2002 beerbt, soll er sich explizit auch für den Aufbau von externen Websites eignen - bisher beschränkte er sich auf Intranets. Dafür muss das System in der Lage sein, auch solche Benutzer zu authentifizieren, die nicht im unternehmensinternen Active Directory eingetragen sind. Deshalb sehen die WSS 3 einen Plug-in-Mechanismus vor, über den sich zusätzlich andere Benutzerverzeichnisse einklinken lassen. Um in der rauen Wirklichkeit des Web bestehen zu können, bietet Microsoft "Forefront Security für Sharepoint" an. Die Software basiert auf dem zugekauften "Multiple Engine Manager" von Sybari und kann bis zu fünf Virenscanner von Drittanbietern parallel ausführen.

Neu im MOSS 2007

Komponente für Web-Content-Management, die den CMS 2002 ersetzen soll;

überarbeitetes Dokumenten-Management mit fein abgestufter Versionierung, Check-in und Check-out sowie integriertem Workflow;

zentrales Content-Repository inklusive Records-Management;

Enterprise-Suchmaschine auch für Daten außerhalb von Sharepoint;

BI-Modul inklusive Excel-Server, Report Center, BI-Webparts für den Aufbau von Dashboards;

Browser-basierende Formulare;

Unterstützung für Weblogs, Wikis und RSS.

Im Vergleich zum Vorgänger kommen beim Moss 2007 Komponenten für ECM, BI und elektronische Fomulare hinzu.
Im Vergleich zum Vorgänger kommen beim Moss 2007 Komponenten für ECM, BI und elektronische Fomulare hinzu.
Im Vergleich zum Vorgänger kommen beim Moss 2007 Komponenten für ECM, BI und elektronische Fomulare hinzu.

Neben der Infrastruktur für Sharepoint-Features enthalten die WSS wie bisher eine Anwendungskomponente für Teamarbeit. Ganz im Zeichen von Web 2.0 unterstützt die neueste Ausführung Weblogs, Wikis und RSS-Feeds. Die schon zuvor vorhandenen Teamsites und Document Workspaces wurden ebenso erweitert wie der integrierte Kalender. Neu mit dabei sind ein leichtgewichtiges Projekt-Management sowie die Möglichkeit, Inhalte per Mail in Dokumentenbibliotheken und Diskussionsforen einzufügen.

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