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Office & Collaboration

Oracle bringt nächste Version der Berkeley-Datenbank

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Mit "Berkeley DB 4.5" präsentiert Oracle eine überarbeitete Version der mit Sleepycat übernommenen Embedded-Datenbank.

Das aktuelle Release soll Verbesserungen hinsichtlich Leistung, Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit bringen, erklärte Oracle-Manager Rex Wang. Beispielsweise lasse sich die Datenbank im laufenden Betrieb upgraden oder patchen; ein Replication Framework erleichtere es Entwicklern, hochverfügbare Systeme zu entwickeln.

Die Entwicklung der Berkeley DB geht auf das Jahr 1991 zurück. Sie dient als Core-System der Embedded-Datenbank von Sleepycat Software. Darüber hinaus steckt die quelloffene Datenbank auch in vielen Linux- und BSD-Unix-Betriebssystemen sowie im Apache Webserver, im OpenLDAP-Directory und dem Büropaket Open Office.

Sleepycat offerierte neben der Embedded-Version auch Java- und XML-Varianten der Datenbank. Im Februar 2006 kaufte Oracle die Softwareschmiede. Branchenkenner interpretierten den Schritt vor allem als Kampfansage gegen den Open-Source-Datenbankspezialisten MySQL, der die Berkeley DB bis dato als eine seiner Storage Engines nutzte. Demnach nahm Oracle MySQL im Lowend-Datenbankmarkt als unliebsamen Konkurrenten wahr. Anfang dieser Woche kündigte MySQL an, Berkeley DB künftig nicht mehr als Engine zu unterstützen.

Oracle wehrt sich gegen diese Einschätzung: Mit der Übernahme von Sleepycat habe man in erster Linie die Präsenz im Markt für Embedded-Datenbanken ausbauen wollen, erklärte Wang. Die Nachfrage nach eingebetteten Datenbanken, die ohne Administratoreingriffe arbeiten sollen, ist groß. Eingesetzt werden sie unter anderem in Mobiltelefonen, Netzgeräten oder Hosted Applications. (wh)

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