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Microsoft kooperiert mit Creative Commons

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Etwas überraschend arbeitet Microsoft ausgerechnet mit seinem erklärten Gegner Lawrence Lessig zusammen - Ergebnis ist ein Office-Add-on, mit dem man Creative-Commons-Lizenzen anhängen kann.

Lessig ist Juraprofessor an der Stanford University und Gründer des dortigen Center for Internet and Society. Er gründete 2002 die Initiative Creative Commons, über die Urheber von Inhalten ihre Werke unter standardisierten Lizenzen veröffentlichen können, die die Weiterverwertung regeln. Microsoft hat den "WIRED"-Autoren spätestens auf dem Kieker, seit er im US-Kartellverfahren gegen den Konzern als Berater des vorsitzenden Richters Thomas Penfield Jackson tätig wurde. Lessig hat seither auch immer wieder öffentlich kundgetan, dass Microsoft aus seiner Sicht härter hätte bestraft werden müssen.

Das CC-Add-on ist zwar englischsprachig, berücksichtigt aber auch deutsches Urheberrecht.
Das CC-Add-on ist zwar englischsprachig, berücksichtigt aber auch deutsches Urheberrecht.

Wie auch immer - die gemeinsame Vergangenheit hat weder Microsoft noch Lessig daran gehindert, nun eine Erweiterung für Microsofts populäre Bürosuite Office System zu entwickeln, mit der Autoren ihre Word-, Excel- oder Power-Point-Dokumente aus dem Datei-Menü heraus gleich mit einer CC-Lizenz versehen können.

Das (US-amerikanische) Urheberrecht funktioniere zurzeit so, dass ein Autor automatisch alle Rechte für sich reserviere. Eine Creative-Commons-Lizenz "bietet eine einfache Art zu sagen: 'Sie dürfen dies abwandeln und verändern, während ich trotzdem bestimmte Rechte behalte'", erläutert Lessig. Solche Freiheiten seien besonders wichtig, wenn Material im Internet veröffentlicht werde. Da es sich per se dann bereits in einem öffentlichen Raum befinde, brauche es nicht notwendigerweise die gleichen Beschränkungen wie ein Buch oder Zeitschriftenartikel.

Das neue Office-Ad-on kann man ab heute bei Creative Commons und von Microsofts Website herunterladen. (tc)


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