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Wann kommt das Portal 2.0?

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von Thomas Jäger und Sierk Schmittner (Berater bei Capgemini sd&m)
Web-2.0-Features halten auch in Portalsoftware Einzug. Doch es hapert an der Integration von Diensten und Anwendungen.

Foto: Fotolia, J. Eichinger

Der "Everything-2.0-Hype" der letzten Jahre hat auch das Web maßgeblich beeinflusst und insbesondere die Entwicklung von Portalen bestimmt. Die gegenwärtige Konsolidierung bietet Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme. Was bleibt von den "klassischen" Portalen mit ihrem Angebot an Content und Services bestehen? Sind ihre Tage gezählt, wie viele Blogger schreiben? Oder ist umgekehrt das Web 2.0 mangels erfolgreicher Geschäftsmodelle bereits tot, wie genauso oft zu lesen ist? Die Antwort liegt dazwischen. Portale bestehen weiter, aber sie ändern sich. Wo früher redaktioneller Content in vorgegebener Struktur ein Portal dominiert hat, findet sich heute ein Neben- und Miteinander von redaktionellem und benutzererzeugtem (User-generated) Inhalt.

Dabei stehen die Portalbetreiber vor der Aufgabe, Web-2.0-Features im Portal einzusetzen. Doch wie funktioniert das, welche neuen Anwendungsfälle sind dafür relevant, und wie lassen sich die neuen Features so zusammenführen, dass ein echter Nutzen entsteht und die Portalarchitektur nachhaltig bleibt?

Vom Ready-only- zum Read-write-Netz

Ob Wikis, Blogs oder Chats, Web-2.0-Anwendungen haben zum Ziel, die Kommunikation und Kollaboration der Menschen im Netz einfacher und effizienter zu gestalten. In der Vergangenheit waren diese Anwendungen entweder technikaffinen Benutzern vorbehalten, die sich mit den zugrunde liegenden Protokollen, Werkzeugen und Technologien auskannten, oder sie waren einfach nicht anwenderfreundlich. Erst das Web 2.0 hat die Einstiegsbarrieren für das breite Publikum gesenkt und damit die Anwendungen für den Massenmarkt geöffnet. Rich Internet Applications (RIAs) auf Basis der Ajax-Technik, Adobe Flex oder Microsoft Silverlight sorgen dafür, dass die neuen Anwendungen so bequem bedient werden können, wie man es vom Desktop gewohnt ist. Mit Mashups steht ein Konzept zur Verfügung, um Informationen aus unterschiedlichen Quellen individuell zusammenzustellen und nahtlos auf die persönlichen Bedürfnisse der Nutzer zuzuschneiden.

Das Portal 2.0

  • In Zukunft werden in allen Portalen - unabhängig davon, ob es sich um Informations-, Unternehmens- oder Intranet-Portale handelt - die klassischen redaktionellen Inhalte mit den neuen interaktiven Kollaborationsanwendungen des Web 2.0 zum "Portal 2.0" zusammenwachsen.

  • Die künftigen Anforderungen hinsichtlich der fachlichen und technischen Integration werden dabei weit über das hinausgehen, was bislang in Portalen praktiziert wird. Anbieter haben dadurch schwierige Aufgaben zu lösen.

  • Portale, die Dienste stark integrieren, werden einen zentralen Wettbewerbsvorteil haben, aber nur dann, wenn die eingesetzten Produkte offene Standards unterstützen und Schnittstellen für die fachlichen Dienste anbieten.

(7 Beiträge), 
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TheNew!
Die negativen Kommentare verdeutlichen m.E. umso mehr die Richtigkeit des Beitrags: Na klar kann man auf Websphere-Basis alle IBM-Produkte mit SAP integrieren. Na klar kann man auf Sharepoint-Basis Microsoft-Produkte integrieren etc. Doch schon allein diese beide Systeme haben z.T. erhebliche Schwächen auf der Präsentationsebene - und um die ging es bei dem Beitrag auch als einem von drei Faktoren. Dass Softwareproduzenten bei diesem Beitrag also nicht in die Hände klatschen, zeigt, dass sie die Welt nur durch ihre eigene Brille sehen und nicht durch die von Kunden. Ya klar ! Das ist richtig zum Beitrag

omx00
Die negativen Kommentare verdeutlichen m.E. umso mehr die Richtigkeit des Beitrags: Na klar kann man auf Websphere-Basis alle IBM-Produkte mit SAP integrieren. Na klar kann man auf Sharepoint-Basis Microsoft-Produkte integrieren etc. Doch schon allein diese beide Systeme haben z.T. erhebliche Schwächen auf der Präsentationsebene - und um die ging es bei dem Beitrag auch als einem von drei Faktoren. Dass Softwareproduzenten bei diesem Beitrag also nicht in die Hände klatschen, zeigt, dass sie die Welt nur durch ihre eigene Brille sehen und nicht durch die von Kunden. zum Beitrag

ChrisPast
Management bei Helikopter, steiler Anflug viel Staub. Fachliche >>PISA<< Schwächen in Bezug auf bereits heute verfügbare und implementierte Produkte. Ob die Herren von CapGemini schon mal echte produktive Collaboration Projekte gesehen haben? Neben den bereits genannten Produkten sollte man SharePoint noch hinzufügen, Alfresco ist sicherlich auch ein Blick wert! MfG Chris Past / Past Consulting zum Beitrag

bq projects
Portalanbieter haben in der Tat den Trend zum Social Networking und digitalem Wissensmanagement bereits erkannt und in ihren Produkten umgesetzt. So sind auch in der Portallösung pronexio® Community Services wie Projekträume, Workflows, Foren, Teamchat, Wikis und Blogs ein fester Bestandteil. Das umfangreiche Basis-Modul von pronexio®, lässt sich getreu dem Lego-Prinzip um solche Web 2.0 Module, aber auch durch zahlreiche andere Module wie dem Ticketing-System oder Mobile Solutions erweitern. Auf diese Weise kann die Kommunikation und Kollaboration im Inter/Intra/Extranet an die Ansprüche des jeweiligen Unternehmens individuell angepasst werden. Achim Quaken bq projects GmbH zum Beitrag

Stefan63atIBM
Ich kann dem Beitrag leider auch nicht folgen. Gerade gestern hat hier auf dem Enterprise 2.0 Summit Markus Bentele von Rheinmetall sein Portal gezeigt: ein SAP Portal mit voller Integration von Social Software (Lotus Connections), Instant Messaging (Sametime) und Team Collaboration (Lotus Quickr). Das Portal ist im Rheinmetall-Konzern seit einiger Zeit erfolgreich im Einsatz. Wenn das kein Portal 2.0 ist ... Und wir als IBM haben natürlich unsere eigene Portal-Software WebSphere Portal mit unserer Social Software Lotus Connections und anderen Modulen integriert. Hier gibt es sogar Pakete zur schnellen Implementierung. Und Rheinmetall ist sicher nicht der einzige Kunde, der Portal 2.0 schon lebt. zum Beitrag


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