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Enterprise Resource Planning

SoftM fährt jetzt auf drei Gleisen

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Der Münchner Softwareanbieter und Systemintegrator SoftM strukturiert sich derzeit um: Drei Sparten und eine Stärkung des Partnergeschäfts sollen für Wachstum sorgen.

Mit zwei Programmen aus dem ERP-Segment (SoftM Suite und Semiramis), einer neuen Lösung für das Rechnungswesen (Codename: "Soraja") sowie dem traditionellen Bereich der Systemintegration stellt sich SoftM für die Zukunft auf. Damit schwenkt der Java-Spezialist auf eine klassische Plattformstrategie ein, die auch die größeren Wettbewerber verfolgen. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sich niemand mehr leisten kann, etwa alle Branchenlösungen selbst zu entwickeln und zu vertreiben. Folglich will SoftM sein Partnergeschäft rund um das neue "ERP-Flagschiff Semiramis" ausbauen. Der direkte Vertrieb wird indes nicht aufgegeben. Während das Wachstumspotenzial der alten SoftM-Suite nur begrenzt ist, verfügt das Unternehmen hier über eine breite Basis an Bestandskunden. Im Falle von Semiramis verhält es sich umgekehrt.

Auf die Vertriebskraft von Partnern setzt der IT-Anbieter auch bei Soraja. "Das Thema Financials hat mit über 2.500 Kunden traditionell eine große Bedeutung für uns", sagte Franz Wiesholler, der seit einer Woche amtierende Vorstandsvorsitzende von SoftM. In dem Marktsegment, das SoftM derzeit mit drei Produktlinien bedient, "spielt noch Musik, auch wenn der Gesamtmarkt nicht mehr stark wächst". Laut Wiesholler geht es vorrangig darum, dem Wettbewerb Marktanteile abzunehmen. Die Konsolidierung und der häufig bei Herstellern anstehende Software-Generationswechsel seien spannende Themen, denn letzteres würde SoftM beispielsweise die Gelegenheit bieten, die eigenen Plattformen bei neuen Partnern ins Gespräch zu bringen. Dank Java verringert das Unternehmen auch hier seine Abhängigkeit von IBMs "System i". Das neue Rechnungswesen kommt im vierten Quartal des Jahres auf den Markt. (ajf)

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