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Enterprise Resource Planning

Salesforce.com verspricht bessere On-Premise-Integration

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Mit "Apex Connect" stellt der Applikationsvermieter Funktionen vor, die On-Demand-Anwendungen mit beim Kunden installierter Backend-Software koppeln soll.

Unter Apex Connect fasst Salesforce.com eine Reihe von Diensten zusammen, mit denen Kunden ihre Backend-Software mit den On-Demand-Anwendungen des kalifornischen Applikationsvermieters verbinden können.

Eine Integration zwischen On-Demand-Software mit in der IT-Umgebung des Anwenders laufenden Anwendungen ist eine Herausforderung bei Mietsoftware. Mit der Ankündigung neuer Integrationsdienste will Salesforce.com den Kunden darlegen, dass On-Demand-Lösungen und Backend-Integration kein Widerspruch ist.

Apex Connect setzt auf der Softwareumgebung "Apex" (vormals App Exchange") auf. Bei Apex handelt es sich laut Anbieter um eine mehrmandantenfähige Plattform, auf der Mietprogramme ablaufen können. Mandantenfähigkeit bedeutet dabei, dass Mieter zwar die gleiche technische Basis erhalten, jedoch in puncto Integration in die eigenen Systeme sowie kundenindividuelle Anpassungen unabhängig von anderen Nutzern sind.

Obwohl Salesforce.com Apex Connect als "Revolution" feiert, ist die Ankündigung keineswegs ein völlig neues Konzept. Schon zuvor hatte das Unternehmen Integrationsfunktionen angeboten, etwa zum Koppeln von SAP R/3, Lotus Notes und Microsoft Office.

Neu ist unter anderem eine Schnittstelle, um aus Salesforce.com-Software Daten an andere Systeme zu versenden ("Connect Out"). Dies ist zum Beispiel sinnvoll, um Geschäftsapplikationen oder Middleware-Systeme über Ereignisse zu informieren, die in der Mietsoftware aufgetreten sind, etwa das Anlegen eines neuen Kunden. Auf diese Weise können beispielsweise mehrere bestandsführende Applikationen gleichzeitig benachrichtigt werden.

Ebenfalls neu ist ein Konnektor für "Oracle 11i" ("Connect Oracle"), mit dem sich ein bidirektionaler Kundendatenabgleich zwischen Salesforce.com und den ERP-Systemen von Oracle bewerkstelligen lässt. Das Modul soll pro Jahr 12.000 Dollar Miete kosten.

Beide Connect-Komponenten werden laut Anbieter mit dem Release "Winter 07" in der ersten Jahreshälfte 2007 zur Verfügung stehen. App-Connect-Integrationsmodule sollen auf App Exchange zu finden sein. Auf diesem Online-Marktplatz für Anwendungsmodule stellen Partner von Salesforce.com eigene Entwicklungen ein, die den Mietkunden zur Verfügung gestellt werden. Partner wie Informatica, Tibco, Business Objects und Pervasive sollen auch Integrationskomponenten beisteuern.

Salesforce.com betont die Integrierbarkeit der eigenen Mietprogramme in Backend-Systeme der Kunden einerseits, um die Produkte attraktiver zu machen (siehe auch Salesforce.com muss mehr für sein On-Demand-Geschäft tun). Andererseits reagiert der Anbieter auf Konkurrenten wie Oracle und SAP. Die Walldorfer bieten selbst On-Demand-Lösungen an und versprechen eine leichte Anbindung an bestehende ERP-Installationen.

Partnerschaften geht Salesforce.com nicht nur mit Integratoren ein. Vermehrt suchen die Kalifornier auch die Zusammenarbeit mit großen IT-Serviceanbietern wie IBM, Deloitte und Accenture (siehe auch Salesforce.com hat große IT-Serviceanbieter im Visier). (fn)

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