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Enterprise Resource Planning

RFID - nicht nur für die Supply-Chain

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IBM verzeichnet wachsende Nachfrage auch für Bestands- und Kampagnen-Management.

Die unter dem Kürzel RFID (Radio Frequency Identification) bekannte Technik für die berührungslose Identifikation findet in immer mehr Anwendungsbereichen Verwendung. Ursprünglich vor allem im Supply-Chain-Management (SCM) eingesetzt, werde sie zunehmend genutzt, um Bestände transparent zu machen oder Abverkäufe zu kontrollieren. Diese Beobachtung teilte die für Sensortechnik zuständige IBM-Direktorin Ann Breidenbach dem Brancheninformationsdienst "Computerwire" mit. "Wir haben das erwartet - allerdings nicht so schnell", konstatierte sie.

Als Beispiel für die neuen Einsatzgebiete nannte Breidenbach die Fertigungsindustrie, die mit Hilfe von RFID-Tags den Weg einzelner Produktkomponenten durch die Fabrik verfolgt oder den Verbleib ihrer teuren Werkzeuge im Auge behält (siehe auch: "Im Behälter-Management hat RFID großes Potenzial"). Ähnliche Ansätze seien beim Militär zu beobachten. Auch die Pharmaproduzenten schützen sich auf diese Weise gegen Plagiate und Diebstahl.

Als Katalysator dieser Marktveränderung fungierten die unter dem Stichwort "Generation 2" bekannten technischen Verbesserungen, so die IBM-Direktorin: "Die Unternehmen wollten erst einmal sehen, dass der Standard tatsächlich implementiert wird und einige von den Vorteilen bringt, die sie sich davon erwartet hatten." Zudem hätten sich die Lesegeräte deutlich verbessert, und es gebe mehr Anbieter von aktiven - also mit eigener Energiequelle ausgestatteten - RFID-Tags. Die Funketiketten seien heute relativ langlebig sowie auf Containern aus Metall oder mit flüssigen Inhalten verwendbar.

Wie konnte die IBM-Managerin nicht verhehlen, dass sich die RFID-Technik noch immer noch in den Kinderschuhen befindet. Bislang werde sie zumeist in Pilot- beziehungsweise Proof-of-Concept-Projekten eingesetzt Die Anwenderunternehmen probierten sie erst einmal in einem Werk oder einer Produktlinie aus, bevor sie Pläne für eine umfassende Nutzung machten. Ein durchschnittliches Pilotprojekt nehme dabei sechs Monate in Anspruch.

Für 2007 erwartet Breidenbach steigende Nachfrage nach der Integration unterschiedlicher RFID-Installationen. An Bedeutung gewinne auch die Frage, wie die RFID-Daten innerhalb der geschäftskritischen Backend-Anwendungen genutzt werden können, um weiteren Business-Nutzen zu erzielen. (qua)

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