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Enterprise Resource Planning

ERP-Nutzer bemängeln Reports

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Große Anbieter von Business-Software bekommen in der "ERP-Zufriedenheitsstudie 2006" schlechtere Noten als kleine. Durch die Bank kritisieren Kunden Berichts- und Formularfunktionen.

Zufriedenheit drückt sich bei den Anwendern von Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) ganz unterschiedlich aus, doch in wichtigen Punkten stimmen sie überein: Die Softwarepakete sollten flexibler und benutzerfreundlicher sein. Dies ist ein Ergebnis der diesjährigen Auflage der Studie "ERP-Zufriedenheit Deutschland 2006" der Trovarit AG in Kooperation mit der computerwoche (siehe Kasten "Zur Studie").

Hier lesen Sie …

  • wie kleine, mittelständische und große Firmen ihre ERPLösungen bewerten;

  • mit welchen Funktionen die Nutzer nicht zufrieden sind;

  • dass manche Anwender veraltete Releases einsetzen;

  • dass sich Übernahmen und Fusionen negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken;

  • auf welche Schwierigkeiten ERP-Nutzer bei der Produkteinführung stoßen.

Ebenfalls kritisiert wurden funktionale Schwächen, Schnittstellenprobleme und die aufwändige Stammdatenpflege.

Sowohl mit den Systemen als auch mit Anbietern/Partnern sind die Nutzer mittelständischer Lösungen zufriedener.
Sowohl mit den Systemen als auch mit Anbietern/Partnern sind die Nutzer mittelständischer Lösungen zufriedener.
Sowohl mit den Systemen als auch mit Anbietern/Partnern sind die Nutzer mittelständischer Lösungen zufriedener.

Am meisten mangelt es Benutzern an Funktionen zur Auswertung von Geschäftsdaten und deren Darstellung in Formularen. "In Sachen Reporting sowie im Formularwesen bekleckern sich die ERP-Anbieter nach wie vor nicht mit Ruhm", fasst Karsten Sontow, als Vorstand der Trovarit AG Leiter der Zufriedenheitsstudie in Deutschland, das Votum der Nutzer zusammen. Im Hinblick auf die Flexibilität der ERP-Pakete kritisieren die Anwender vor allem Funktionen zur Konfiguration von Reports und Formularen. Gemeint sind die Bordmittel der Business-Lösungen. Die Anwender stört, dass sich Standardvorlagen für Rechnungen, Lieferscheine, Belege und Analysen nur schlecht an ihre Belange anpassen lassen.

Excel schließt Lücken

Dieses Manko ist deshalb prekär, weil ERP-Kunden großen Wert darauf legen, Unternehmensdaten in einer ansprechenden Form zu präsentieren - nicht zuletzt, um Rückschlüsse auf die Firmensituation ziehen zu können. Wegen unzureichender Tools der ERP-Lösungen dient häufig Microsofts Excel als ergänzendes Hilfsmittel, das in der Liste der neben dem ERP-System verwendeten Softwareprodukte ganz oben rangiert.

In Sachen Flexibilität befanden die befragten Firmen mitunter auch die Möglichkeiten zum Ändern von Masken nicht ausreichend. Zudem lassen es manche Softwareprodukte nicht oder nur schwer zu, Abläufe den Vorstellungen der Anwender entsprechend zu verändern.

Positiv: Betriebsstabilität

Zufrieden zeigen sich Nutzer dagegen mit der Betriebsstabilität und Performance der ERP-Produkte sowie deren Funktionsumfang. Gleiches gilt für das Engagement der einschlägigen Berater und Account Manager.

Im Rahmen der Studie fragte Trovarit 28 Qualitätsaspekte ab, die sich auf das System, die Projektorganisation, den Betriebssupport sowie das Projektergebnis beziehen. Die Untersuchung zeigt, dass alle Aspekte umso besser bewertet werden, je aktueller das eingesetzte Software-Release ist.

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