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Enterprise Resource Planning

Wie RFID funktioniert - und wie nicht

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von Jan-Bernd Meyer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)

IT-Abteilungen, die RFID nutzen wollen, müssen zuerst einmal umdenken. Bei bisherigen Identifikationssystemen floss der Datenstrom bislang nur in eine Richtung, die Daten wurden lediglich abgerufen. Mit RFID ist es nun aber möglich, einen bidirektionalen Datenverkehr zu nutzen, da nun auch Informationen auf die Transponder geschrieben werden können. Die IT-Abteilung greift mit RFID deutlich stärker in Abläufe ein, als sie es bei der Datenverarbeitung via Barcodesysteme tut. Wichtig ist deshalb vor allem, die Geschäftsabläufe zu kennen, die vom Einsatz der RFID-Technik direkt betroffen sind. Ohne detaillierte Prozesskenntnisse kann die IT die Daten nicht richtig interpretieren.

Interessant für viele Anwendungen

In den letzten Monaten haben immer mehr große Softwarehäuser RFID-Middleware-Produkte in ihr Portfolio aufgenommen. Viele dieser Lösungen sind bereits schlüsselfertig und bieten mit gewissen Anpassungen einen großen Leistungsumfang.

In den vergangenen Jahren setzten Unternehmen RFID hauptsächlich in geschlossenen Kreisläufen ein. Dabei lag bei der Wahl eines RFID-Systems das Augenmerk vor allem auf der Funktionstüchtigkeit, weniger auf den technischen Standards. Bei mit Transpondern ausgestatteten Behältern, die werksintern zirkulieren, besteht auch keine Veranlassung, bestimmte Standards zu berücksichtigen.

Da die Technologiepreise kontinuierlich sinken, wird RFID aber auch für neue Bereiche und Anwendungen interessant. Offene Kreisläufe, an denen mehrere Unternehmensbereiche oder verschiedene Unternehmen beteiligt sind, setzen zum einen voraus, dass die Daten auf den Transpondern kompatibel sind. Zum anderen müssen die Chips von anderen Schreib-Lese-Geräten richtig erkannt werden. Zwar gibt es bereits einige ISO-Normen, die beispielsweise sicherstellen, dass ein Tag von verschiedenen Empfangsgeräten ausgelesen werden kann. Ihr Einfluss ist jedoch eher gering.

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