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Enterprise Resource Planning

ERP: Der langsame Rückzug von SAP R/3

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Aus einer aktuellen Studie von RM Consult geht hervor, dass Firmen von R/3 verstärkt nach SAP ERP migrieren werden. R/3 4.7 spielt in der Migrationsstrategie kaum noch eine Rolle. Doch nur wenige Unternehmen betreiben das aktuelle ERP-Produkt als Haupt-Release in ihrer SAP-Umgebung, sondern verwenden daneben Altsysteme des Herstellers. R/3 wird bei Firmen noch lange anzutreffen sein.

Noch immer ist R/3 das meistgenutzte Produkt der SAP-Kunden. Vermehrt modernisieren die Anwender ihre Systeme. Welche Releases Unternehmen derzeit nutzen und wohin sie - wenn überhaupt - migrieren wollen, untersucht das Marktforschungsunternehmen RM Consult aus Münster in regelmäßigen Umfragen ("Raad Marktforschung"). Der aktuellen Erhebung zufolge liegt der Anteil der R/3-Releases 4.6C und älter zurzeit bei 48 Prozent. Im Jahr 2006 entfielen noch 62 Prozent auf diese SAP-Altprodukte. Von den unlängst befragten 4392 Firmen gaben 21 Prozent an, bereits ERP 6.0 zu verwenden und neun Prozent den Vorgänger ERP 5.0. Etwa 45 Prozent der Firmen betreiben R/3 in Version 4.7 (R/3 Enterprise), dem letzten R/3-Release. Allerdings verfügen viele Unternehmen über mehrere Softwaresysteme von SAP, die unterschiedliche Release-Stände aufweisen. Nur bei 12 von 100 Firmen ist SAP ERP das alleinige Haupt-Release, daneben laufen mitunter Business-Applikationen auf älteren Versionen.

R/3 4.7 kaum noch interessant

Seit 2004 haben Unternehmen mit steigender Tendenz eine Systemumstellung auf R/3 4.7 in vorgenommen. Doch dies ändert sich, da mittlerweile SAP ERP das bevorzugte Migrationsziel der R/3-Nutzer ist. Bis Ende 2007 wollen 18 Prozent auf das aktuelle SAP-System wechseln und lediglich ein Prozent auf R/3 4.7. Mit 81 Prozent stellen Firmen, die bis Ende 2007 keine Migration vorhaben, die größte Gruppe dar. Viele SAP-Anwender werden ihre Altsysteme (4.6c oder älter) noch eine Weile nutzen. "Voraussichtlich erst etwa 2010 wird es nur noch vereinzelt Alt-Release-Produkte beobachten sein", so RM Consult.

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