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Enterprise Resource Planning

PAC EuroSoftware 100

US-Anbieter dominieren das Softwaregeschäft

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von Martin Bayer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
In der Studie "EuroSoftware 100" haben Experten von Pierre Audoin Consultans (PAC), PricewaterhouseCoopers (PWC) und der verschiedenen European National Software Associations den europäischen Softwaremarkt unter die Lupe genommen. Das sind die Ergebnisse.
Im vergangenen Jahr sicherten sich US-Anbieter fast die Hälfte des weltweiten Softwareumsatzes.
Im vergangenen Jahr sicherten sich US-Anbieter fast die Hälfte des weltweiten Softwareumsatzes.
Im vergangenen Jahr sicherten sich US-Anbieter fast die Hälfte des weltweiten Softwareumsatzes.

US-amerikanische Softwareanbieter dominieren den Markt - global und auch in Europa. Unter den 20 umsatzstärksten Herstellern weltweit finden sich 14 US-Firmen, die allein mehr als 37 Prozent des weltweiten Softwaregeschäfts für sich verbuchen. Das Podest teilen sich Microsoft, IBM und Oracle. Insgesamt taxieren die Experten das Volumen des globalen Softwaregeschäfts für 2007 auf rund 180 Milliarden Euro. Davon haben sich die US-Firmen mit einem Anteil von 49 Prozent fast die Hälfte gesichert. Europäische Anbieter ergatterten etwa 31 Prozent des weltweiten Software-Kuchens.

Die Europäer spielen im weltweiten Softwarekonzert nur die zweite Geige. Lediglich drei Softwarefirmen aus der Alten Welt konnten sich PAC zufolge unter den Top 20 platzieren - SAP auf dem vierten, Sage auf dem 15. und Dassault Systemes auf dem 16. Platz des globalen Rankings. Diese drei Anbieter kommen auf einen Anteil von rund fünf Prozent am gesamten Softwaremarkt.

US-Anbieter dominieren über die Hälfte des europäischen Softwaregeschäfts.
US-Anbieter dominieren über die Hälfte des europäischen Softwaregeschäfts.
US-Anbieter dominieren über die Hälfte des europäischen Softwaregeschäfts.

Den europäischen Softwaremarkt schätzen die Analysten im laufenden Jahr auf rund 56 Milliarden Euro. Das entspreche einem Anteil von 30 Prozent am weltweiten Geschäft. Auch in Europa haben die US-Firmen die Nase vorn. Auf ihren Konten landen mehr als die Hälfte der Softwareumsätze der Alten Welt (52 Prozent).

Allein die drei Software-Elefanten Microsoft, IBM und Oracle, die europa- und weltweit alle drei Plätze auf dem Treppchen einnehmen, werden den Analysten zufolge in diesem Jahr weltweit insgesamt rund 55 Milliarden Euro mit Software einnehmen. Das entspricht fast dem Volumen des gesamten europäischen Softwaregeschäfts. Microsoft, Oracle und IBM übertreffen damit den gemeinsamen Umsatz der drei größten europäischen Anbieter SAP, Sage und Dassault um den Faktor fünf.

Dieses Übergewicht resultiert nach Einschätzung der Marktforscher vor allem aus der Dominanz der US-amerikanischen Softwareanbieter im Bereich Infrastruktur-Software. Unter den Top-10-Anbietern in diesem Segment konnte sich kein einziger europäischer Hersteller positionieren. Dagegen hätten sich die europäischen Hersteller vor allem in Anwendungsgeschäft etabliert, hieß es in der Studie. Unter den zehn erfolgreichsten Applikationsverkäufern in Europa fanden sich 2007 mit SAP, Sage, Dassault und Logica immerhin vier Anbieter mit Stammhaus in Europa. Die übrigen Top-10 Anbieter kommen aus den USA. An der Spitze stand im vergangenen Jahr SAP mit einem Anwendungsumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro in Europa, gefolgt von Microsoft mit etwa 3,3 Milliarden Euro. Dagegen konnte sich 2007 im Segment Tools und Systemsoftware 2007 kein einziger rein europäischer Anbieter unter den Top 10 in Europa platzieren. Mit einem Umsatz von 315 Millionen Euro schaffte es das deutsch-japanische Joint-Venture Fujitsu-Siemens Computers (FSC) auf Rang zehn. Das Ranking in diesem Bereich dominieren einmal mehr die US-Anbieter - an der Spitze Microsoft (sechs Milliarden Euro), IBM (3,9 Milliarden Euro) und Oracle (zwei Milliarden Euro).

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