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Enterprise Resource Planning

ERP und Business Suite

SAP verspricht leichtere Software-Upgrades

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von Frank Niemann (COMPUTERWOCHE-Redakteur )

7+2-Wartung für die SAP Business Suite

Das neue Wartungskonzept sieht sieben Jahre Standardwartung und zwei Jahre Extended Maintenance vor.
Das neue Wartungskonzept sieht sieben Jahre Standardwartung und zwei Jahre Extended Maintenance vor.
Das neue Wartungskonzept sieht sieben Jahre Standardwartung und zwei Jahre Extended Maintenance vor.

Neuerdings folgt die Wartung aller Business-Suite-Komponenten dem unlängst bereits für SAP ERP vorgestellten Supportkonzept "7+2". Über sieben Jahre bleiben Softwareprodukte in der Standardwartung (die Wartungsgebühr beträgt gemäß dem Enterprise Support 22 Prozent vom Lizenzpreis). Danach kann der Anwender seine Software für weitere zwei Jahre im Rahmen der Extended Maintenance (24 Prozent) pflegen lassen. Bisher verfolgte SAP beim Support ein 5-1-2-Verfahren (fünf Jahre Standardwartung, danach ein und nochmal zwei Jahre Wartungsverlängerung gegen Aufpreis).

Das 7+2-Modell soll es den Anwendern erlauben, Software länger zu nutzen. Es soll unter anderem solchen Anwendern entgegenkommen, die erst in ein oder zwei Jahren von R/3 auf ERP umsteigen (siehe auch fünfteilige Artikelserie zum Thema Umstieg von R/3). Sie sollen nicht bereits kurz nach der Migration erneut einen Release-Wechsel fahren müssen.

Laut SAP wird es nach der Freigabe der Business Suite 7.0 vorerst kein Major Release und somit auch keinen Zwang zum Softwareumstieg geben. Angesichts des Erweiterungsmodells über Enhancement Packages stellt sich ohnehin die Frage, ob eine befristete Standardwartung künftig überhaupt noch sinnvoll ist. Funktionserweiterungen spielen Kunden bei Bedarf über die EhPs ein. Diese Pakete können Anwender ohne Zusatzkosten im Rahmen ihrer Wartung abrufen. "Bisher haben wir alle zwei Jahre neue Releases auf den Markt gebracht. Firmen können aber nur alle vier Jahre Softwareumstellungen stemmen. Somit mussten Anwender mitunter fünf Jahre auf neue Softwarefunktionen warten", erläutert Denecken. Nicht nur Nutzer der kompletten Suite sollen über die EhPs neue Funktionen leichter einspielen können, sondern auch solche, die lediglich SAP ERP und SAP CRM gemeinsam verwenden.

EhPs auch für SAP-Industrielösungen und Business Objects

Künftig soll es auch für Industrielösungen, die auf SAP-Standardprodukten aufsetzen, Enhancement Packages geben, etwa für "SAP Retail" (siehe auch Fachbeitrag über SAP- und Oracle-Software für den Handel). Geplant ist dieses Upgrade-Verfahren auch für die Entwicklungs-, Integrations- und Ablaufumgebung "Netweaver" sowie für die Business-Objects-Software "Excelsius" und "Crystal Reports", die Bestandteil der kommenden Business Suite sein werden.

Von dem einfacheren Upgrade der Software profitieren sollen nicht nur Nutzer der gesamten Suite, sondern auch solche, die lediglich Teile davon, etwa ERP und CRM, einsetzen.

Nach SAP-Angaben betreiben derzeit 8500 Firmen ERP 6.0 produktiv. Die Kunden entscheiden, welche Funktionen eines Erweiterungspakets sie freischalten wollen. Etwa 1000 Unternehmen haben EhPs im Einsatz. Laut Hersteller lassen sich EhPs gemeinsam mit einem Support Package einspielen. Auf diese Weise müssen SAP-Kunden nur einmal testen. Über regelmäßige Support Packages versorgt der Softwareanbieter seine Wartungskunden mit Fehlerbereinigungen und gesetzlich vorgeschriebenen Softwareanpassungen etwa im Personalwesen und in der Finanzbuchhaltung.

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