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Enterprise Resource Planning

ERP-Zufriedenheitsstudie 2008

Anwender von Business-Software erwarten Kontinuität

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von Frank Niemann (Computerwoche-Redakteur )

ERP-Nutzer werden anspruchsvoller

Die Anwender erwarten heute Bedienkomfort, den sie von Büro-Software oder Internet-Applikationen gewohnt sind. Auch über die Methoden, ERP-Daten auszuwerten, sind sie wenig begeistert. Dementsprechend steigen ihre Erwartungen, Informationen schnell zu finden und ansprechend aufbereitet nutzen zu können. So schnell wie beispielsweise Web-Dienste von Google, Microsoft oder Yahoo ihnen Informationen präsentiert, soll auch das ERP-System ihre Anfragen beantworten. Wenig erbaut sind sie, wenn sie umständlich Abfragen formulieren müssen, um ihrer Applikation Geschäftsdaten zu entlocken.

Excel bleibt des ERP-Nutzers bester Freund

Zudem steigt in den Unternehmen schlicht der Bedarf, in möglichst kurzer Zeit Geschäftsdaten auswerten und in Berichtsform bringen zu können. Niemand mag mehr bis zum Ende der Woche darauf warten, um eine Übersicht über die Kosten, Liquidität beziehungsweise Auftrags- und Lagerbestand zu erhalten.

Nicht nur aus diesem Grund ist Microsoft Excel das beliebteste Zusatz-Tool des ERP-Nutzers. Die Zahl derer, die das Programm für die Tabellenkalkulation praktisch dauernd dazu verwenden, Geschäftsdaten aufzubereiten, hat gegenüber dem letzten Umfragezeitraum sogar noch mal zugenommen. "Excel zeigt die Schwächen von ERP-Systemen deutlich auf", so Eric Scherer, Geschäftsführer des Zürcher Beratungshauses i2s und Initiator der Studie, "dabei ist es schade, dass die meisten Anbieter nicht konsequent die Excel-Applikationen rund um ihre installierten Systeme analysieren. Sie hätten damit ohne großen Aufwand ein Kataster all ihrer funktionalen Lücken."

Zwar haben die Softwareanbieter sowohl bei den Benutzeroberflächen als auch bei den Auswertungsfunktionen viel getan. Doch diese Bemühungen sind anscheinend wenig zielführend und erfüllen offenbar nicht die echten Nutzerbedürfnisse. "Die ‚iPhone-nisierung‘ von ERP-Oberflächen könnte ein Holzweg sein," meint Sabina Lichtensteiger. Die Mitarbeiterin im Bereich Research der i2s verantwortet die ERP-Zufriedenheitsstudie weltweit. "Für den Arbeitsplatz eines IT-Sachbearbeiters ist das Web vielleicht nicht immer das richtige Vorbild. Wenn es um eine Auftragsschnellerfassung geht, ist die alte alpha-nummerische Oberfläche noch immer ungeschlagen."

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