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Enterprise Resource Planning

RFID

DHL und Metro Group machen Ernst mit der Funktechnik

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von Karin Quack (COMPUTERWOCHE-Redakteurin)
In Frankreich will die Deutsche-Post-Tochter 1,3 Millionen Paletten im Jahr mit Funkchips an die Metro-Cash&Carry-Märkte leiten.

Der Logistikdienstleister DHL und die Handelsgruppe Metro haben den Startschuss für einen flächendeckenden Einsatz der Radio Frequency Identification (RFID) abgegeben: Ab dem kommenden Herbst 2008 will DHL alle Lieferungen an die 89 französischen Selbstbedienungsgroßmärkte der Kette "Metro Cash&Carry" mit RFID-Transpondern ausstatten. Das betrifft, so die beiden Partner, rund 1,3 Millionen Paletten im Jahr.

Die Funketiketten ermöglichen eine berührungslose und automatisierte Kontrolle der Logistikkette, denn mit geeigneten RFID-Lesegeräten lassen sich die auf dem integrierten Chip gespeicherten Informationen an strategischen Punkten entlang der Lieferkette ohne händisches Zutun auslesen. (Siehe auch: "Was vom Hype übrigblieb") Eigenen Angaben zufolge verwirklichen die Tochter der Deutsche Post World Net und die in Düsseldorf heimische Handelsgruppe mit diesem Projekt den größten RFID-Einsatz in der französischen Handelslogistik.

Großprojekt als Reifetest

"RFID ist reif für die Praxis", konstatiert John Allan, im Vorstand der Deutschen Post World Net sowohl für die Finanzen als auch für den Bereich Global Business Services. verantwortlich. Das Projekt mit der Metro Group sei "zukunftsweisend für die gesamte Logistikbranche", da mit diesem Großeinsatz die Zeit der RFID-Pilotprojekte ende. DHL erwartet von diesem Vorhaben eine "Signalwirkung auf die gesamte Handelslogistik und andere Bereiche der Logistikindustrie".

RFID-Visionär der ersten Stunde: Metro-CIO Zygmunt Mierdorf.
RFID-Visionär der ersten Stunde: Metro-CIO Zygmunt Mierdorf.
RFID-Visionär der ersten Stunde: Metro-CIO Zygmunt Mierdorf.

Ähnlich sieht das Zygmunt Mierdorf, Mitglied des Vorstands und CIO der Metro Group: "Mit der Ausweitung des operativen RFID-Einsatzes nach Frankreich beweisen wir, dass die Vorteile der Technologie europaweit realisierbar sind." Mierdorf arbeitet schon seit Jahren daran, seine Vision von einer Prozessverbesserung durch RFID in die Praxis umzusetzen, auch wenn der 2003 installierte "Future Store" ("Wo der Kunde nicht hinsieht") kürzlich mit der gesamten "Extra"-Kette an Rewe verkauft wurde.

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