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Enterprise Resource Planning

FAQ E-Invoicing

Wege zur digitalen Rechnung

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von Günter Brettschneider (Experte für die automatisierte Rechnungsverarbeitung und elektronische Rechnungsstellung bei der Readsoft GmbH)

Wie läuft die Rechnungsstellung ab?

Nachdem der Empfänger seine Zustimmung erteilt hat, können Rechnungen auf dem elektronischen Weg übermittelt werden. Basis hierfür sind die Daten aus dem ERP-System, die über einen der Übertragungswege, beispielsweise E-Mail, an die Signaturstelle im Unternehmen oder an einen Signaturdienstleister übermittelt werden. Die signierte Rechnung wird dann dem Kunden zugestellt. Nach der Signaturprüfung - in der Regel wieder über einen Dienstleister - werden die Dokumente dann inklusive Signatur und Prüfungsprotokoll revisionssicher archiviert.

Wie ist es um die Sicherheit und Vertraulichkeit der Daten bestellt?

Die Rechnungsdokumente werden verschlüsselt übertragen. Hier kommen folgende Sicherheitsstandards zum Einsatz:

  • S-FTP, SCP oder SSH (Dateisystem)

  • SMTPAuth und SSL/TLS (SMTP)

  • HTTPS (SOA-Web-Services)

  • VPN (optional)

Die für die elektronische Rechnung notwendige qualifizierte elektronische Signatur enthält den Nachweis der Integrität (Unverändertheit) und Authentizität (Herkunftsnachweis). Die Verfahren zur Erstellung von qualifizierten Signaturen werden dabei vom Gesetzgeber in regelmäßigen Abständen neu vorgeschrieben und den aktuellen Sicherheitserfordernissen angepasst.

Wie viele Unternehmen in Deutschland stellen schon elektronische Rechnungen aus?

Hierzu findet sich noch wenig Zahlenmaterial. Branchenkennern zufolge waren es 2006 in Deutschland etwa sechs Prozent der jährlich etwa sechs Milliarden Rechnungen, die elektronisch übermittelt wurden. Diese Zahl dürfte inzwischen deutlich gestiegen sein.Bestimmte Branchen haben eine Vorreiterrolle eingenommen. Beispielsweise werden in der Automobilindustrie etwa 80 Prozent der Rechnungen bereits elektronisch abgewickelt. Unternehmen mit einem hohen Privatkundenanteil wie Telefon- und Internet-Provider, aber auch einige Energieversorger stellen elektronische Rechnungen aus, da die Privatkunden diese Dokumente nicht wie Business-Kunden verarbeiten müssen und keine Pflicht zur Verifikation haben. Die Deutsche Telekom beispielsweise stellt bereits etwa zehn Prozent ihrer Rechnungen elektronisch aus.

(2 Beiträge), 
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derklaus
Eine Ergänzung zum ersten Punkt: Der Passus "Nur elektronische Rechnungen mit qualifizierter elektronischer Signatur oder im EDI-Verfahren erstellte Rechnungen mit einem zusätzlichen Sammelbeleg berechtigen zum Vorsteuerabzug. Der Sammelbeleg kann in gedruckter Form oder als elektronischer Sammelbeleg mit qualifizierter elektronischer Signatur vorgelegt werden." hat sich zum 1.1.2009 geändert, dass zusätzliche Papierdokument ist nicht mehr notwendig. <br> Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronischer_Datenaustausch (unter Abrechnung im EDI-Verfahren) <br> http://www.gs1-germany.de/content/standards/ebusiness/edi_praxis/elektron_rechnungen/index_ger.html <br> Gruss Klaus zum Beitrag

Oliver Riepe
Der Artikel gibt einen schönen Überblick über die elektronische Rechnungsstellung. Der Vollständigkeit halber möchte ich eine Ergänzung zu "Was ist besser: die Signatur in separater Datei oder als Teil des Rechnungsdokuments?" anbringen: Es gibt bereits Lösungen, die maschinenlesbare Daten (XML) in die signierte PDF-Rechnung integrieren. Vorteile: die Rechnung steht universell, weil menschenlesbar zur Verfügung. Dennoch ist ohne weitere Erkennung und Interpretation eine maschinenlesbare Version mit strukturierten Daten verfügbar. Zudem muss nur eine Datei auf Versender- und Empfängerseite aufbewahrt werden. Eine solche Lösung ist bereits in einige ERP-Systeme integriert, u.a. Lexware (Lexware eRechnung). zum Beitrag


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