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Enterprise Resource Planning

Umstieg von einer AS/400-Lösung auf IFS Applications

FRIWO meistert den ERP-Wechsel durch gute Vorbereitung

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von Frank Niemann (Director Software beim Marktforschungs- und Beratungshaus Pierre Audoin Consultants (PAC).)
Der Hersteller von Netz- und Ladegeräten FRIWO Power Solutions hat eine veraltete AS/400-Lösung mit einer Client-Server-basierenden ERP-Applikation abgelöst. Mittlerweile nutzt auch die chinesische Niederlassung die Software. Da im Vorfeld viel in die Datenmigration investiert wurde, blieben beim Systemumstieg böse Überraschungen aus.

Zu den Kunden von FRIWO Power Solutions aus Ostbevern zählen Firmen aus der Medizintechnik, der ITK-Branche sowie Hersteller von Haushaltsgeräten und mobilen Werkzeugen. Diese Firmen ordern speziell gefertigte Netz- und Ladegeräte, und zwar weltweit. Der mittelständische Industriebetrieb gehört zur FRIWO Gruppe, die wiederum Teil der Holding Ceag AG, mit Sitz in Bad Homburg, ist. Vor der ERP-Migration betrieb FRIWO an den Standorten in Deutschland, den USA und China verschiedene Softwarelösungen. Hauptsächlich stützten sich die Geschäftsprozesse auf eine Software des mittlerweile zu Infor gehörenden Anbieters Brain am deutschen Hauptsitz. Das Produktionsplanungs- und -steuerungssystem (PPS) auf Basis der Midrange-Rechnerplattform "System i" (AS/400) von IBM war in die Jahre gekommen und nicht geeignet, internationale Abläufe abzubilden. Zwar lief auch die Finanzbuchhaltung "MAS 90" wie die PPS-Lösung auf der AS/400, war jedoch nur rudimentär damit gekoppelt. "Unser Brain-System war jahrelang massiv modifiziert worden, und wir waren praktisch nicht mehr Release-fähig. Da gab es goldene Wasserhähne für jeden Schreibtisch", erläutert Frank Smolka, interner Projektleiter für die ERP-Einführung.

Integrierte Fertigungssteuerung und Rechnungswesen sowie Mehrsprachigkeit

Aus diesen Gründen begab sich FRIWO auf die Suche nach einer neuen Software, die Fertigungssteuerung und Rechnungswesen vereinen sollte. Das Unternehmen suchte eine Software, die es zunächst in Deutschland implementieren und danach in andere Niederlassungen ausrollen konnte. Außerdem standen auf der Wunschliste Mehrsprachigkeit sowie die Möglichkeit, den Datenbestand für die weltweiten Nutzer zentral zu verwalten.

Insgesamt evaluierte das Projektteam über 15 Monate hinweg mehrere ERP-Lösungen. In die engere Wahl kamen die Hersteller SAP, Microsoft mit Dynamics AX und IFS. "Damit wir den drei Herstellern auf den Zahn zu fühlen und die Arbeitsweise ihrer Systeme besser kennen zu lernen, mussten sie unsere Datenmodelle abbilden." Bei Dynamics AX beeindruckte Smolka zwar die technische Plattform, doch der Funktionsumfang war zumindest zu dem Zeitpunkt noch nicht so ausgereift. Beispielsweise fehlte das Angebotsmodul. SAP kam unter anderem wegen der hohen Einführungskosten nicht zum Zuge. IFS erhielt wegen des Funktionsumfangs und der Modularität der Software den Zuschlag. FRIWO betreibt das neue ERP-System mittlerweile produktiv zentral in Ostbevern. Die weltweiten Standorte sind als Mandant angelegt, dazu zählt seit Ende 2007 auch der chinesische Firmensitz.

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