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Enterprise Resource Planning

Kovio arbeitet an Siliziumtinte

Halbleiter bald druckreif?

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Wenn es nach dem im Silicon Valley ansässigen Start-up Kovio geht, dann werden Halbleiter bald einfach gedruckt.

Kovio hat nach eigenen Angaben eine Art Siliziumtinte entwickelt, die sich über herkömmliche kommerzielle Drucksysteme auf flexible Oberflächen aufbringen lässt. Andere Firmen haben in der Vergangenheit bereits Ähnliches probiert und dabei mit allerlei organischen und anorganischen Substanzen experimentiert. Kovio will mit seinem Silizium-Verfahren einem Bericht des "Wall Street Journal" aber bereits einen entscheidenden Schritt weiter sein und sogenannte Dünnfilm-Transistoren produziert haben.

"Es sieht aus, als könnten sie sogar noch günstiger sein als diejenigen, die mit organischen Materialien arbeiten", kommentiert Raghu Das, Analyst bei der Marktforschungsfirma IDTechEx in Cambridge, England. "Aber die Performance ihrer Geräte ist viel höher."

Hinter Kovio steht unter anderem der weidlich bekannte Venture Capitalist Vinod Khosla, der 1982 Sun Microsystems mitgegründet hatte. Kovio möchte sein Verfahren zunächst im Bereich RFID (Funketiketten) einsetzen, wo geringe Kosten vorrangig sind.

Klar ist, dass mit Druckverfahren keine hochkomplexen Halbleiter wie Intels neue 45-Nanometer-"Penryn"-Prozessoren zu machen sind. "Intel gibt an, es könne 30 Millionen Transistoren auf eine Nadelspitze packen", sagt Amir Mashkoori, Chairman und CEO von Kovio. "Wir versuchen bloß, ein paar hundert Transistoren auf ein Fläschchen zu bringen." (Gemeint ist ein RFID-etikettiertes Medizinfläschchen in der Apotheke, Anm. d. Red.)

Elektronen fließen durch Kovios gedruckte Transistoren mit nur etwa einem Fünftel der Geschwindigkeit traditionell produzierte Halbleiter. Das ist auf der anderen Seite trotzdem noch etwa 100 Mal schneller als einfachere Halbleiter, wie sie etwa in Computerbildschirmen eingesetzt werden, erklärt Vivek Subramanian, Kovio-Berater und Dozent für Elektrotechnik und Informatik an der University of California in Berkeley. (tc)

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