| Fragen und Antworten zum analytischen CRM | |
| Umfang, Bedienung und Auswahlkriterien für analytisches CRM |
Unter analytischem CRM ist die Auswertung von Kundendaten und Kundeninformationen mit Methoden und Werkzeugen für Business Intelligence (BI) zu verstehen. Lösungen dafür ergänzen die operativen Funktionen zur Vertriebssteuerung.
Analytisches CRM erlaubt die Aufbereitung komplexer Daten als Grundlage für bestimmte Entscheidungen im Unternehmen. Solche Lösungen laufen vor allem in Unternehmen, die sehr große Mengen an Kundendaten auswerten möchten, um mehr Informationen über das Kaufverhalten und den Kunden zu bekommen.
Nein. Über die Zufriedenheit entscheidet immer noch der Kunde. Da muss man ihn schon direkt fragen. Selbst wenn die Datenbasis sagt, dass der Kunde oder eine Kundengruppe loyal ist und kontinuierlich Ware bezieht, heißt das nicht, dass der Kunde auch tatsächlich zufrieden ist.
Das ist nur schwer möglich. Der Grund: CRM-Systeme kennen keine Kosten, denn Ausgaben werden bekanntlich in der Finanzbuchhaltungssoftware gebucht. Während die CRM-Umgebung Marketing- und Vertriebsaktivitäten steuert, wickelt die ERP-Lösung Aufträge ab. Das heißt, die Daten sind in drei verschiedenen Systemen hinterlegt. Zudem gibt es im Marketing und Vertrieb viele Gemeinkosten, da nicht jede Aktivität einem Kunden zugeordnet werden kann.
Man sollte im CRM-System Anzeigetafeln ("Dashboards") einrichten, die dem Management Key-Performance-Indikatoren, sprich Kennzahlen über die Leistungsfähigkeit der Organisation, liefern.
Viele CRM-Systeme beinhalten bereits Komponenten von analytischem CRM. So können umfangreiche Auswertungen in kumulierter und grafischer Form dargestellt werden.
Richtig spannend wird analytisches CRM aber, wenn man Daten aus dem CRM und aus weiteren Systemen zusammenführen möchte. Hierfür ist es oft notwendig, Daten zunächst aufzubereiten, damit sie später überhaupt in einer Auswertung dargestellt werden können. Spätestens hier reichen die Standardauswertungen der CRM-Systeme oft nicht mehr aus.
Microsoft Excel ist zwar beliebt, aber für die Datenmengen, die für analytisches CRM zu bearbeiten sind, nicht geeignet.
Zunächst muss sich ein Unternehmen im Klaren sein, welche Daten es über einen Kunden - möglichst mit geringem Aufwand - erheben kann und möchte. Außerdem müssen Informationen in einer ausreichenden Qualität vorliegen (siehe auch "Stammdaten sind oft Fehlerhaft"). Wer möchte sich schon auf Auswertungen verlassen, die auf Basis von schlechten Daten erstellt wurden? Es gibt jedoch Algorithmen, die auch bei geringer Datenquantität und -qualität ein gutes Ergebnis liefern.
Für die Unternehmensplanung sollte man sich zudem vor Augen halten, dass die erhobenen Kundendaten nur die Vergangenheit darstellen. Mögliche Einflussfaktoren wie etwa gestiegene Rohstoffpreise könnten das zukünftige Kaufverhalten maßgeblich beeinflussen.