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Das Einmaleins der Web Analytics

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von Marco Hassler, Business Unit Manager bei der Namics AG in St. Gallen

Web Analytics: Das Auswerten von Log-Files genügt nicht

Im Gegensatz zu solchen Server-seitigen Logfile-Analysen setzen moderne Web-Analytics-Tools auf der Seite des Clients an. Dazu bettet man bei der Programmierung der Website in jede auszuwertende Seite ein kleines, unsichtbares Bild plus einen Javascript-Code ein, die den Browser jedes Besuchers dazu veranlassen, Daten an ein Drittsystem zu übermitteln. Ein Cookie identifiziert den Nutzer. Intelligent eingesetzt, lassen sich so Informationen gewinnen, die Schlüsse auf die Wirksamkeit von Online-Maßnahmen und die Effizienz geschäftsrelevanter Prozesse auf einer Website zulassen. Sie bieten verlässliche Messgrößen zu Rentabilitätsvergleichen von Kampagnen, zu Konver- sionsraten von Interessenten zu Kunden und decken Schwachstellen zum Beispiel von Bestellprozessen auf.

Gleiche Frage, verschiedene Antworten

Die Kunst beim Einsatz von Web Analytics besteht darin, die für die eigene Strategie passenden Kennzahlen zu finden.
Die Kunst beim Einsatz von Web Analytics besteht darin, die für die eigene Strategie passenden Kennzahlen zu finden.

Beide Methoden führen bei gleicher Fragestellung zu Ergebnissen, die teilweise stark voneinander abweichen (siehe zudem den Kasten "Fehlerquellen"). Wer etwa wissen will, wie viele Besucher eine Website frequentieren, erhält bei der Logfile-Analyse aus verschiedenen Gründen in der Regel wesentlich höhere, wenn auch nicht aussagekräftigere Werte. So zählt die Log-Datei des Web-Servers als Besucher (Visitors) die Anzahl unterschiedlicher IP-Adressen, wodurch Besucher aus demselben Unternehmensnetz unter Umständen nur als ein Besucher wahrgenommen werden. Demgegenüber ermittelt die Client-seitige Lösung einzelne Besucher anhand von Cookies, vorausgesetzt, sie haben diese zuvor akzeptiert. Die Messung wird aber unscharf, sobald derselbe Nutzer mehrere Geräte oder verschiedene Browser verwendet. Ein einzelner Besuch (Visit, Session) lässt sich technisch nur zeitlich abgrenzen, da das Kommunikationsprotokoll (http) zwischen Browser und Web-Server zustandslos ist, also auf dem Client veränderte Zustände nicht an den Web-Server gesendet werden. Als Besuch wird ein Besucher am selben Computer gezählt, der mit demselben Browser mehrere Klicks gemacht hat, die nicht mehr als eine festgelegte Zeitspanne (typischerweise 20 bis 30 Minuten) auseinander liegen. Wechselt ein Besucher den Computer oder Browser, löscht die Cookies oder arbeitet in den 31 Minuten zwischen zwei Klicks in einem anderen Fenster, zählt dies als zwei Visits (zu den Grundbegriffen der Web-Analyse siehe den Kasten "Die häufigsten Begriffe").


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