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Business Intelligence & Enterprise Content Management

Quelle ordnet sein Berichtswesen mit Excel

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Die Fachabteilungen des Versandhauses modellieren serverbasierende Web-Anwendungen für Reporting und Analyse und nutzen Excel als Frontend.

Das Berichtswesen der Quelle GmbH muss komplexe betriebswirtschaftliche Wirkungszusammenhänge abbilden: Aussagekräftige Kennzahlen zu Nachfrage, Umsatz, Bestand, Retouren und Lieferfähigkeit sind gefragt bis hinunter auf die Produkt- beziehungsweise Artikelebene. Das für die Produktsortimentierung zuständige Category-Management ist auf ein Berichtswesen mit schnell und einfach zugänglichen Informationen angewiesen, ebenso die Werbung und die Geschäftsführung. Der zum Teil bis heute bestehenden Mix aus Excel- und Lotus-Notes-Tabellen konnte diese Anforderungen jedoch immer weniger entsprechen und ließ Quelle daher vor drei Jahren nach Alternativen suchen. "Eine Vernetzung innerhalb des Berichtswesens sowie verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Performance waren das Ziel. Daten aus einer heterogenen Systemumgebung sollten per Web-Anwendung unter einer einheitlichen Oberfläche zusammengeführt werden", skizziert Richard Vizethum, Leiter von Informationsmanagement und Einkaufsservice bei Quelle die Projektziele.

Mit der neuen Berichtsumgebung können Mitarbeiter des Category-Managements sich genau über alle Artikeldaten informieren.
Mit der neuen Berichtsumgebung können Mitarbeiter des Category-Managements sich genau über alle Artikeldaten informieren.
Mit der neuen Berichtsumgebung können Mitarbeiter des Category-Managements sich genau über alle Artikeldaten informieren.

Nach mehrmonatiger Testphase fiel Ende 2004 die Entscheidung für den "Worksheet Server" des Anbieters Jedox aus Freiburg (siehe auch "Open Source: Neues Release der Excel-Datenbank Palo steht bereit"). "Die Software kam unseren Vorstellungen sehr entgegen, mit Excel auf Bekanntem aufzubauen. Ohne langwierige Erstellung von Pflichtenheften wollten wir unsere individuellen Reporting-Anwendungen innerhalb der Fachabteilungen erstellen", so Richard Vizethum. Für die Lösung sprach auch die problemlose Anbindung an beliebige Datenbanken (Oracle, SAP). Aus Host-Systemen stammen Datenextrakte, die in unterschiedlichen Zyklen für die weitere Aufarbeitung nötig sind.

Anfang 2005 erwarb Quelle Lizenzen für 50 "Concurrent User" und investierte in ein hochperformantes, skalierbares Load-Balancing-System; Die Mitarbeiter aus dem Information-Management mussten bei der Modellierung und Umsetzung komplexe Anforderungen beachten. Hierzu zählten die Anbindung der heterogenen Quellsysteme mit Hilfe entsprechender Abfragelogiken und umfangreicher Workflows sowie die Verknüpfung von mehr als 80 000 Artikel- und Katalogseitenbilder mit den passenden betriebswirtschaftlichen Informationen. Parallel zum Aufbau des Systems wurden die künftigen Anwender aus dem Category-Management, Einkauf und Werbung schrittweise angebunden. Eine Besonderheit ist ferner die Verknüpfung des Worksheet-Servers mit einem Wiki-Server, der den Anwendern redaktionell aufbereitete Hilfen und Hintergrundinformationen liefert. Außerdem verschafft eine Online-Zeitung, erstellt mit dem Produkt "Typo3", einen Zugang zu den Reports und den Hintergrundinformationen.

Laut Quelle-Manager Vizethum ließen sich die Web-Anwendungen stufenweise parallel zum Tagesgeschäft ausbauen, ohne ein langwieriges IT-Projekt initiieren zu müssen. Beispiel Visualisierung: Jedem Mitarbeiter des Category-Managements steht heute die Seitenstrecke des Kataloges, für die er zuständig ist, per Web-Anwendung zur Verfügung. Aktuelle, artikelbezogene Daten zu Nachfrage, Warenumsatz, Retourenquote und Werbekosten werden mit Katalogabbildungen und graphischen Elementen kombiniert. Einkauf und Marketing gewinnen so beispielsweise wichtige Erkenntnisse über Wirkungszusammenhänge zwischen Kataloggestaltung und Bestellverhalten, die bei der früheren tabellarischer Auflistung meist verborgen blieben.

Aktuell arbeiten 200 "Concurrent User" mit dem Worksheet Server. Geplant ist, weitere Fachabteilungen auf das neue System zu portieren und das bisherige Berichtswesen schrittweise abzuschalten. Dann werde man auch genauer beurteilen können, wie gut die neuen Anwendungen betriebswirtschaftlicher Ziele wie optimierte Bestandshaltung und Lieferfähigkeit tatsächlichen erreichen helfen, erklärte Vizethum. (as)

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