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Business Intelligence & Enterprise Content Management

Datenintegration

Daten-Management mit SAP ERP und SAP NetWeaver BW

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von Timm Grosser (Analyst beim BARC in Würzburg.) und Steffen Vierkorn (Head of Research für Business Intelligence und Data Warehousing beim BARC in Würzburg.)
SAP-Anwender haben verschiedene Optionen, wenn es um die Nutzung und Integration von Daten in ihr ERP-System oder Data Warehouse geht. Nachfolgend ein kurzer Überblick.

Die Integration von Daten aus SAP-Systemen in Business-Intelligence-Projekten ist häufig komplex, vor allem, weil der Hersteller eigene Speicherkonzepte und Schnittstellen nutzt. Grundsätzlich sind dabei drei Szenarien zu unterschieden:

  • Zugriff auf SAP-ERP-Systeme: Der Hersteller empfiehlt hierfür die von ihm bereitgestellten Schnittstellen und nicht den direkten Zugriff auf die darunter liegende Datenbank des ERP-Systems. Der Zugriff erfolgt über den Applikationsserver, der die komplexe SAP-Logik kapselt und als Intermediär zwischen SAP- und nicht-SAP-Welt dient. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass diese Abstraktionsebene einerseits für Konsistenz der Daten auch bei einem Release-Wechsel des SAP-Systems sorgt. Andererseits stellt der Zugriff auf das ERP mittels einer Standardschnittstelle sicher, dass alle relevanten Daten in Abfragen berücksichtigt werden.

  • Datenziel SAP NetWeaver BW: Die mit Datenimport und -transformation verbundenen Prozesse und Objekte müssen Anwender innerhalb von SAP NetWeaver BW modellieren. Als Datenquelle kommen unter anderem das ERP-System, relationale Datenbanken, Textdateien oder auch Web-Services in Frage. Speziell für die Anbindung von SAP-ERP-Systemen stellt SAP NetWeaver BW eigene Extraktoren, vorgefertigte Modelle sowie Berichte (Business Connectoren, Business Content) zur Verfügung. Datenintegrationswerkzeuge von Drittanbietern kommen dann zum Einsatz, wenn die Schnittstellen von SAP BW nicht ausreichen (zum Beispiel bei der Anbindung von Host-Datenbanken) oder falls weitergehende Funktionen eines ETL-Werkzeuges gebraucht werden. So können beispielsweise der Wunsch nach mehr Dokumentation, eine höhere Skalierbarkeit oder die Vermeidung einer individuellen Programmierung der Schnittstellen Motive sein.

  • Export der Daten aus SAP NetWeaver BW: Für den Export von Daten aus SAP NetWeaver BW (,das zwischenzeitlich seinen Namen gewechselt hatte,) bietet der Hersteller mit Open Hub eine eigene Schnittstelle an. Sie muss für jede Installation eigens lizenziert werden.

Datenintegration: Werkzeuge von Business Objects oder Konkurrenten?

Zusätzlich holte sich SAP mit der Übernahme des Anbieters von Business-Intelligence-Software Business Objects eine Reihe von Analyse-, Reporting- und Planungs-Frontends sowie Werkzeuge für die Datenintegration in Haus. So verfügt Business Objects beispielsweise mit der Produktlinie für Enterprise Information Management (EIM) über eine Plattform, die Komponenten für die Datenintegration und das Datenqualitäts-Management umfasst (viele Kunden sind von der Produktvielfalt und der künftigen BI-Strategie allerdings irrtiert).

Angesichts der nun entstandenen Produktvielfalt ist für die kommende Zeit zu erwarten, dass der Hersteller SAP NetWeaver BW vorrangig als Integrationslösung für Datenquellen in reinen SAP-Umgebungen positioniert, während für die Datenintegration in heterogenen Systemlandschaften die Business-Objects-Produkte zum Zuge kommen (ferner gibt es zum Beispiel ein neues Produkt für die Datenmigration).

Allerdings bietet nicht nur Business Objects Funktionen für das Daten-Mangement rund um SAP, sondern sieht sich vielmehr auch auf dem deutschen Markt einer großen Konkurrenz gegenüber. Deren Produkte lassen sich grob in Adapter und Datenintegrationswerkzeuge unterteilen. So bieten beispielsweise die Hersteller Cubeware, Microsoft oder Theobald Software eigene Adapter an, um Datenintegrationswerkzeugen den Zugriff auf SAP-Systeme zu ermöglichen.

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