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Business Intelligence & Enterprise Content Management

SAPPHIRE 2009

SAP präsentiert den BusinessObjects Explorer

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von Sascha Alexander (Redakteur Computerwoche)
Für eine schnellere Suche und Darstellung von Geschäftsinformationen kombiniert SAP die Analysesoftware von BusinessObjects mit der Appliance SAP NetWeaver Business Warehouse Accelerator.

Die jetzt auf der Kundenveranstaltung SAPPHIRE 2009 präsentierte Version von SAP BusinessObjects Explorer (vormals BusinessObjects Polestar) richtet sich an Nutzer des SAP NetWeaver Business Warehouse (SAP BW) und soll die Suche nach Geschäftsinformationen beschleunigen helfen. Hierzu wurde die Software mit der Arbeitsspeicherbasierende Datenbank NetWeaver Business Warehouse Accelerator (NetWeaver BWA), kombiniert.

Suchergebnisse kann der SAP BusinessObjects Explorer unterschiedlich grafisch darstellen. Quelle: SAP
Suchergebnisse kann der SAP BusinessObjects Explorer unterschiedlich grafisch darstellen. Quelle: SAP
Suchergebnisse kann der SAP BusinessObjects Explorer unterschiedlich grafisch darstellen. Quelle: SAP
Foto: SAP

Damit folgt SAP weiter dem Trend im Markt für Business Intelligence (BI) in Richtung In-Memory-Datenbanken. Dieser propagiert aus Zeit- und Kostengründen sowie angesichts wachsender Datenmengen, auf eine aufwändige Datenmodellierung gemäß eines Online Analytical Processing (Olap-Cubes) zu verzichten. Stattdessen setzen entsprechende Produkte bei Queries auf eine (Skript-basierende) Indizierung von Datenquellen und Metadaten. Prominente Anbieter sind beispielsweise Qliktech ,Applix (jetzt IBM) oder eben die Walldorfer mit SAP NetWeaver BWA.

Bis zu einer Milliarde Datensätze auswerten

Die Ankündigung ist zugleich ein weiterer Versuch, SAP BW attraktiver zu machen. Erst kürzlich hatte der Hersteller eine Technologieabkommen mit Teradata verkündet, das die Nutzung von SAP BW auf dem Data-Warehouse-System von Teradata vorsieht. Wie SAP auf der SAPPHIRE 2009 verkündete könnten Anwender über die Oberfläche des SAP BusinessObjects Explorer Suchbegriffe eingeben und erhielten dann zunächst kontextbezogen die relevantesten Ergebnisse angezeigt. Diese ließen sich unterschiedlich grafisch darstellen, beispielsweise als Kuchendiagramm. Zudem könnten Anwender die Suchergebnisse per E-Mail weiterleiten sowie in Microsoft PowerPoint und Excel importieren.

Nach Angaben des Herstellers sei das System so skalierbar, dass es sich auch für die Auswertung großer Datenmengen mit bis zu einer Milliarde Datensätzen einsetzen lässt. Die Abfrageleistung sei laut SAP-Werbung hundert Mal höher als bei Queries herkömmlicher BI-Anwendungen. SAP BusinessObjects Explorer ist das erste Produkt, dass Produkte von SAP mit denen des BI-Herstellers Business Objects vereint, den die Walldorfer 2007 übernommen hatten.

Das neue Angebot soll im Sommer auf den Markt kommen. Laut SAP sei geplant, die Software mit Hardware zu einer Appliance zu kombinieren. So bestehen bereits Partnerschaften mit Hewlett-Packard, Dell und Fujitsu. Ebenso seien Adobe und Intel an der Entwicklung des BusinessObjects Explorers beteiligt gewesen. So sei die Software für Intel-Xeon-5500-Prozessoren optimiert. Adobe habe seine Flash-Technik beigesteuert, hieß es auf der SAPPHIRE.

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