CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Business Intelligence & Enterprise Content Management

Interview SAP-Vorstand John Schwarz

SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken

Verlieren SAP-Anwender an Einfluss?

CW: Deutsche SAP-Anwender sind besorgt, dass die Produktentwicklung für BI künftig stärker aus den USA und von BO getrieben wird und sie damit an Einfluss verlieren. Ebenso kommt heute die Mehrheit der SAP-BW-Kunden nicht mehr aus Deutschland.

Schwarz: Wir haben Prozesse, die auch lokale Kundenwünsche berücksichtigen. Ferner gibt es einen "Product Council" unter Leitung von Henning Kagermann, der regelmäßig prüft, ob die Produktarchitekturen und -strategien im Konzern aufeinander abgestimmt sind.

CW: SAP-Anwender sind dennoch besorgt, dass in der BI-Strategie die Produkte von Business Objects letztlich den Ausschlag geben.

Schwarz: Das stimmt auch. Es ist offiziell beschlossen, die SAP-BI-Produkte auslaufen zu lassen (to sunset). Das gilt insbesondere für die BEx-Clients der SAP, für die es aber noch acht Jahr Wartung gibt. Die strategischen Investitionen gehen künftig in die BI-Plattform von BO. Wir haben uns dazu entschieden, weil sich BO im Vergleich zur SAP-Software besser nutzen und installieren lässt, benutzerfreundlicher ist und eine geringere TCO hat.

Pioneer als Ersatz für BEx-Clients und Teil des BI Accelerators

CW: Im Mittelpunkt der Client-Strategie steht das "Pioneer"-Projekt?

Schwarz: Pioneer ist das neue, moderne Web-basierende Query-Interface, das SAP- und Nicht-SAP-Kunden zusammen mit Business Objects nutzen können. Es soll in zwölf bis 18 Monaten auf den Markt kommen und wird zunächst als Alternative zu allen BEx-Clients vertrieben. Zudem arbeiten wir an einer Integration von Pioneer in den "Business Intelligence Accelerator". Ziel ist ein In-Memory-Cube-Management-Tool, über das sich auf alle Daten in SAP BW zugreifen lässt.

CW: Ist dieses Produkt eine Konkurrenz zu den arbeitsspeicher-basierenden Analysedatenbanken von Applix oder Qliktech?

Schwarz: ja.

CW: Lässt sich Pioneer beispielsweise mit dem bisherigen Client "Business Objects WebIntelligence" vergleichen?

Schwarz: Nein, weil WebIntelligence in erster Linie für Abfragen auf Flat-Files und relationale Datenbanken dient, während Pioneer eine Analyse-Client für Cubes ist. Beide Produkte können nebeneinander existieren.

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

BI & ECM: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Die richtige ECM-Strategie (Foto: Blend Images/Fotolia) Die richtige ECM-Strategie Viele Unternehmen setzen auf Enterprise-Content-Management (ECM), um ihre Daten in den Griff zu bekommen. Lesen Sie, was dabei wichtig ist.
weiter
Mehr Nutzen durch schnelle BI (Foto: BARC) Mehr Nutzen durch schnelle BI Wer vom Start weg die verschiedenen Einflussfaktoren im Blick hat, kann den Nutzen seines BI-Systems erhöhen und Investitionen sichern.
weiter
Das neue BI (Foto: fotolia.com/Benicce) Das neue BI Mit Predictive Analytics wollen Unternehmen komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge vorhersagen so bessere Entscheidungen treffen.
weiter
Best Practices SharePoint (Foto: Microsoft) Best Practices SharePoint Eine SharePoint-Integration wird allzu oft technisch begriffent. Der Erfolg kommt aber erst mit einem fundierten Organisations-Management.
weiter
Goldader Datenqualität (Foto: Deutsche Bank) Goldader Datenqualität Investitionen in Qualität und Zugänglichkeit von Daten werfen erkleckliche Renditen ab. Für große Firmen winken zusätzliche Millionen.
weiter
MEHR ZUM THEMA BI & ECM
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps