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Business Intelligence & Enterprise Content Management

Ratgeber Wissensmanagement

Wie Ontologien verstreute Geschäftsinformationen zusammenführen

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von Dr.Christoph Tempich (Consultant Detecon International)

Wahl der Entwicklungswerkzeuge

Ein weiteres wesentliches Element der ersten Phase ist die Festlegung der Entwicklungsumgebung. Für die Glossarentwicklung bietet sich etwa das "Semantic Mediawiki" an, da die dort definierten Begriffe in eine Ontologieentwicklungsumgebung exportiert werden können. Dies kann etwa mit Hilfe von Anwendungen wie OntoStudio von Ontoprise, TopBraid Composer von TopQuadrants oder dem IBM Rational Software Modeler geschehen. Für die Speicherung großer Instanzmengen oder die Auswertung von Regeln und die Konsistenzüberprüfung bieten sich die semantischen Datenbanken Sesame von Aduna, OntoBroker von Ontoprise, OWLIM von der Sirma Group oder AllegroGraph von Franz Inc. an.

Im Rahmen des SOA-Projekts wurden zusätzlich Web-Services auf Basis der Enterprise Ontology erstellt, wobei die Tool-Unterstützung in diesem Bereich noch nicht ausgereift ist. Zwar bieten die Sirma Group mit dem WSMO Studio oder Ontoprise mit dem OntoStudio erste Ansätze hierfür an, aber dabei ist mit manuellem Aufwand zu rechnen. Generell empfiehlt sich in diesem Projektabschnitt, sich auf eine Tool-Kette festzulegen und prototypisch die Funktionsweise zu überprüfen.

Genaue Aufwandsschätzung

Eine Aufwandsschätzung schließt die in der Regel zwei bis vier Wochen währende Setup-Phase ab. Im genannten Projekt wurde die Tool-gestützte Methodik zur Kostenschätzung Ontocom verwandt. Sie bezieht Inputfaktoren wie Größe, Komplexität, Wiederverwendbarkeitsgrad, verfügbare Informationsquellen und die Team-Erfahrung in die Kalkulation ein. So ließ sich beispielsweise abschätzen, dass eine Entwicklung von 12 000 geplanten Elementen zwischen 18 und 34 Personenmonate dauern würde. Tatsächlich blieb man im Projekt mit 30 Personenmonaten noch unter dieser Vorgabe. Im Verhältnis zu der mit 700 Personenmonaten veranschlagten Entwicklungszeit für die Prozessmodelle des übergeordneten SOA-Projekts stellte der Ontologieaufwand damit eine vernachlässigbare Größe dar (siehe auch den Beitrag über das Semantic Web und Web Services).

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