Geht es um Service-orientierte Architekturen, stehen die Open-Source-Protagonisten vor dem gleichen Problem wie kommerzielle Softwarehersteller: Große Referenzinstallationen wie die der Credit Suisse sind nach wie vor selten. Das Angebot an quelloffenen Infrastrukturkomponenten zum Aufbau einer SOA wächst kontinuierlich. Erst vergangene Woche etwa gab Red Hat den Enterprise Service Bus JBoss ESB 4.2 frei. Noch vor Jahresfrist plant der Linux-Distribuor eine komplette Suite auf Basis der zugekauften Middleware von JBoss. An ESB-Produkten aus der Community herrscht ohnehin kein Mangel, wie die Beispiele WS02 ESB, Mule oder FUSE ESB zeigen. Mit der Deutschen Post übergab ein SOA-Anwender der erste Stunde sein eigenentwickeltes SOA Framework der Open-Source-Community. Die potenziellen Vorteile einer Open-Source-Strategie klingen einleuchtend: Herstellerunabhängigkeit, geringere Kosten und mehr Flexibilität gehören zu den am meisten genannten. In der Praxis aber scheinen diese Argumente nicht anzukommen.
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