Tag Archive for 'BPM'

Die Gartner Glaskugel – Rosige BPM Zukunft oder nicht?

Laut Gartner können wir von dem BPM Markt in den kommenden 12 Monaten trotz internationaler Wirtschaftkriese ein Wachstum erwarten. Ist da etwas dran? Sehen wir uns doch die original Gartner Pressemeldung (http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1109412) genauer an und „übersetzen“ diese in verständliche Aussagen…

Gartner: „More than half of respondents plan to increase spending on BPM by more than 5 per cent in next 12 months”

Um diese Aussage in Deutschland einordnen zu können, müssen wir ergänzen wer die Befragten überhaupt sind und was sie unter BPM verstehen. Zum ersten Punkt macht Gartner leider nur rudimentäre Aussagen. Die betrachteten „IT Professionals“ wurden auf zwei Gartner Konferenzen mit Teilnehmern aus 34 Nationen in London und in San Diego befragt. Wer das genau war, aus welchen Ländern sie kamen und wo ihr BPM Arbeitsschwerpunkt liegt erkennt man nicht. In Anbetracht der aktuellen Sparsamkeit bei Geschäftsreisen gehe ich in London aber von zumeist britischen und in San Diego von US Teilnehmern aus.

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BAM, BSM, O-BI — Alles das Gleiche? Monitoring als wichtiger Aspekt bei SOA und BPM

Ich hatte in den vergangenen Tagen die Gelegenheit am IBM Labortag in Böblingen zu SOA und BPM teilzunehmen.  Da ich selber dabei auch eine Präsentation zu den Themen BEP (Business Event Processing) und BAM (Business Activity Monitoring) gehalten habe konnte ich in der Vorbereitung der Präsentation sowie aber auch in der Diskussion am Tag selber nochmals ein paar Gedanken dazu machen, aber auch Sichtweisen hören.

Gerade bei BAM herrscht in meinen Augen einiges an Verwirrung.  Dies ist aus meiner Sicht umso kritischer, als das Monitoring sicherlich eine wichtiger Bestandteil einer SOA und einer BPM Lösung darstellt.  Wobei hier das Monitoring eben nicht als reiner Selbstzweck zu betrachten ist, sondern eine wichtige Voraussetzung für eine effektive und Zeitnahe Entscheidungsfindung und Verbesserung von Geschäftsaktivitäten. Continue reading ‘BAM, BSM, O-BI — Alles das Gleiche? Monitoring als wichtiger Aspekt bei SOA und BPM’

Was macht Prozesse lauffähig?

Dieser Tage wurde ein Interview von mir zum Thema SOA und BPM veröffentlicht. Eine meiner Aussagen lautete sinngemäß, dass die Methodologien wie z.B. die Vorgehensmodelle der großen SW-Hersteller à la Oracle, SAP, IBM, etc. noch nicht ausreichend Prozess-zentrisch ausgerichtet seien. Damit meinte ich ganz einfach den Umstand, dass bei der Verwirklichung Service-orientierter Architekturen die Entwicklungsarbeit heute idealtypischerweise zweigeteilt ist:

Teil 1: Beim Anwender findet top-down (Enterprise Modeling) die Arbeitsprozessanalyse und -optimierung statt.

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SOA / BPM – und was ist mit den Daten?

Bei all den Diskussionen rund um SOA und BPM – wie u.a. Prozessmodellierung und Optimierung, Flexibilität und Agilität oder offenen Standards und loser Kopplung oder auch Governance und Repositories – bleibt die Betrachtung dessen was bei SOA und BPNM transportiert wird – nämlich den Daten – häufig Aussen vor.

Warum sind die Daten das ungeliebte Kind und was bedeutet dies für den Nutzen, den man sich von BPM und SOA erhofft?

Viele der Dinge, die heute in den Fachbereichen und auch der IT gemacht werden und dazu zähle ich BPM und SOA zielen doch darauf ab, schneller, bessere Daten zu erhalten. Diese Daten werden dann genutzt um ebenfalls schnellere, bessere Entscheidungen zu treffen und somit ggf. einen wirtschaftlichen Vorteil zu schaffen.

Was sind bessere Daten

Bessere Daten sind Daten, die zur richtigen Zeit, an den richtigen Ort in der richtigen Qualität geliefert werden und damit dann auch zu besseren Entscheidungen führen können. Das können hierbei sowohl strukturierte als auch und in steigendem Maße semi-strukturierte oder unstrukturierte Daten sein, welche aus den unterschiedlichen Quellen stammen. Das bedeutet an dieser Stelle aber auch, bislang nicht erschlossene Datenquellen – neue Quellen, Quellen, die bislang keinen Zugang ermöglichten oder die unbekannt waren mit einbeziehen zu können.

Was bedeutet dies für meine SOA und BPM Überlegungen

Für die SOA und BPM Überlegungen bedeutet dies in erster Linie diesen Aspekt nicht aus den Augen zu lassen und gesamtheitlich mit zu betrachten. Datenservices oder auch Information on Demand sollte so einbezogen sein, dass auch hier die notwendige Dynamik und Agilität abgebildet werden kann. Es sollte zudem klar werden, welches die ‘single version of truth’ meiner Daten darstellt.

Eine Betrachtzung und unter Umständen auch Bereinigung der Daten ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effektiven Umsetung einer SOA. Manschmal ist dies sicherlich sogar auch eine notwendige Voraussetzung für eine SOA.

Ein Wort hier zum Schluss zu den Thema Daten und Informationen. Das Entscheidende an den Daten sind nicht nur die Daten selber sondern vielmehr, was man aus diesen Daten macht sprich auch welche Informationen man aus der steigenden Flut an Daten herausziehen kann und somit einen Mehrwert in die Daten auch hineinlegen kann.

Neben Daten und Informationen nehmen auch Ereignisse eine gesteigerte Bedeutung in dieser Betrachtung, aber auch insgesamt bei BPM und SOA ein. Dazu aber mehr in einem späteren Artikel.

SOA, BPM und BRM: Der dreibeinige Barhocker

Business Process Management (BPM), serviceorientierte Architekturen (SOA) und Business Rules Management (BRM) wachsen immer mehr zusammen. Ein guter Zeitpunkt, in Gedanken einen Schritt zurückzutreten und einen prüfenden Blick auf diese Technologien zu werfen. Was passiert hier gerade? Und warum?

Viele Jahre lang haben Berater und Hersteller den Mythos aufrechterhalten, dass sich Unternehmen zwischen BPM und BRM entscheiden müssen, um flexible und agile Geschäftslösungen zu erstellen. Dieser Mythos war eine Übertreibung. Es stimmt zwar, dass fast jeder BPM-Prozess Regeln verwendet, wenn es um Entscheidungsfindung geht, und dass sich in jedem BRM das Konzept eines Prozesses wiederfindet. Es ist aber nicht wahr, dass diese beiden Technologien austauschbar sind. Vielmehr handelt es sich um zwei Seiten derselben Münze, und die wahre Stärke besteht darin, die Vorteile von beiden Ansätzen zusammenzubringen. Wie also werden die unterschiedlichen Technologien verwendet? Continue reading ‘SOA, BPM und BRM: Der dreibeinige Barhocker’