Tag Archive for 'Alignment'

Platzt die SOA-Blase?

Die meisten SOA-Projekte verfehlen die gesteckten Ziele, hat das amerikanische Beratungsunternehmen Burton Group herausgefunden. Andere professionelle Marktbeobachter kommen zu ähnlichen Ergebnissen. In der internationalen SOA-Szene kursieren mittlerweile fast mehr Analysen typischer Fehler und Versäumnisse als Best Practices oder Erfolgsbeispiele. Fast hat es den Anschein, als sei die über Jahre gewachsene SOA-Blase geplatzt.

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SOA – Lücken schließen, Denkwelten moderieren

Bis vor wenigen Jahren wurde das Thema Service orientierte Architekturen nahezu ausschließlich aus IT-Sicht diskutiert. Prägen auch heute noch vor allem große Softwarehäuser ein sehr stark tool-orientiertes, IT-lastiges Problemlösungsdenken, wird der Kern des derzeit wieder heiß diskutierten Architekturparadigmas SOA von der Mehrheit der Marktteilnehmer inzwischen, definitorisch und konzeptionell korrekt, im Zusammenspiel von Geschäftsprozessmanagement („Business“) und Technik und nicht allein in Fortschritten fachlicher Einzeldisziplinen – wie beispielsweise in der Entwicklung neuer Programmierstandards oder Schnittstellenkonventionen – gesehen.

Gerade dieses Interagieren der in vielen Unternehmen organisatorisch oft getrennt aufgestellten Domänen ist es jedoch, das nicht wenigen Konzernen in der Umsetzung Service orientierter Architekturkonzepte so seine Schwierigkeiten bereitet.
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Drei Regeln für die Kommunikation der SOA-Strategie

Wie kann der CIO ein Technologie-Thema in der Unternehmensführung verkaufen? Wie lassen sich künftige IT-Investitionen rechtfertigen, ohne den Finanzvorstand mit technischen Details zu verschrecken? Wie ist eine SOA-Strategie mit betriebswirtschaftlichen Argumenten darstellbar? Drei einfache Regeln können helfen.

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Warum SOA nicht zum Mainstream wird

In einigen großen Unternehmen hat das Konzept der Service-orientierten Architektur relativ schnell Akzeptanz gefunden. Beispiele dafür finden sich in der Finanzbranche, der Telekommunikation oder auch in der öffentlichen Hand. Vor allem die komplexen heterogenen IT-Strukturen, oft verbunden mit mächtigen Legacy-Anwendungen, trugen dazu dabei. Hinzu kam der Wunsch, schnell neue Services für Kunden anbieten zu können. Die IT-Hersteller investierten große Summen in die Entwicklung von Infrastruktur- und Management-Produkten. Zugleich setzten die großen Standardsoftwareanbieter millionenschwere Projekte auf, um ihre Pakete SOA-fähig zu machen. Dessen ungeachtet scheint die Zahl der SOA-Projekte zumindest in Europa ihren Höhepunkt bereits erreicht zu haben, wundert sich Rob Hailstone, Analyst bei der britischen Butler Group. Einiges deute darauf hin, dass SOA trotz aller potenziellen Vorteile die Entwicklung zu einem breit akzeptierten Konzept nicht schaffen könnte.

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SOA – Sein oder Nichtsein?

IT sollte kein Selbstzweck und auch keine isolierte Insel im Unternehmen sein. Ihre Aufgabe ist es, mit möglichst kurzen Reaktionszeiten informationstechnische Strukturen aufzubauen und anzupassen, um alle zentralen Aspekte professioneller Betriebswirtschaft wie Performance-Management, Risikomanagement und Compliance-Anforderungen bestmöglich abzubilden und zu unterstützen. Wenn aber speziell das Zusammenspiel von betriebswirtschaftlichem Management und Unternehmens-IT zum dominanten Faktor für langfristigen Geschäftserfolg wird, stehen wir vor einigen entscheidenden Fragen:
• Wie lösen wir das Dilemma, dass Betriebswirtschaft und IT sich in weiten Teilen unversöhnlich wie 0 und 1 gegenüberstehen – in der Substanz ohne gemeinsame Sprache und mit unzureichenden Methoden, dafür belastet von Vorurteilen und Misstrauen?
• Wie schließen wir den „Results-Gap“ – jene Kluft zwischen der erhofften Effizienz und Produktivität von Geschäftsanwendungen und dem tatsächlichen Nutzen für die Anwender im Unternehmen.
• Wie schließen wir den IT-Gap? jene Lücke, die aus der langsamen Reaktionszeit der IT auf betriebswirtschaftliche Anforderungen entsteht: Bis zum Lieferzeitpunkt haben sich die Anforderungen an IT-Services und Applikationen schon substanziell weiterentwickelt. Was eine Lösung sein sollte, ist schon bei der Implementierung unzureichend, zum Teil veraltet, wirft neue Probleme auf und provoziert im Endeffekt Unzufriedenheit, mangelndes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der IT-Abteilung und langfristig auch hohe Kosten. Analysten wie Gartner schätzen, dass Unternehmen aktuell rund zwei Drittel der IT-Kosten in Maintenance statt in Neuinvestitionen und Zukunftssicherung investieren.
• Wie gelingt der Quantensprung der IT: Interoperabilität innerhalb der digitalen Welt und kurze Reaktionszeiten auf externe Einflüsse und Anforderungen? Dies betrifft insbesondere das betriebswirtschaftliche Management, die Berücksichtigung neuer gesetzgeberischer Herausforderungen wie Basel II oder Sarbanes Oxley und andere wesentliche Bestimmungsfaktoren sich rasant entwickelnder Märkte.
Stehen diese Fragen im Zusammenhang mit SOA? Ansichtssache, aber eine zukunftsweisende Geschäftsarchitektur muss sich diesen Fragen stellen und auch überzeugende Antworten geben!