Archive for the 'SOA und Geschäftsprozesse' Category

Was macht Prozesse lauffähig?

Dieser Tage wurde ein Interview von mir zum Thema SOA und BPM veröffentlicht. Eine meiner Aussagen lautete sinngemäß, dass die Methodologien wie z.B. die Vorgehensmodelle der großen SW-Hersteller à la Oracle, SAP, IBM, etc. noch nicht ausreichend Prozess-zentrisch ausgerichtet seien. Damit meinte ich ganz einfach den Umstand, dass bei der Verwirklichung Service-orientierter Architekturen die Entwicklungsarbeit heute idealtypischerweise zweigeteilt ist:

Teil 1: Beim Anwender findet top-down (Enterprise Modeling) die Arbeitsprozessanalyse und -optimierung statt.

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SOA / BPM - und was ist mit den Daten?

Bei all den Diskussionen rund um SOA und BPM - wie u.a. Prozessmodellierung und Optimierung, Flexibilität und Agilität oder offenen Standards und loser Kopplung oder auch Governance und Repositories - bleibt die Betrachtung dessen was bei SOA und BPNM transportiert wird - nämlich den Daten - häufig Aussen vor.

Warum sind die Daten das ungeliebte Kind und was bedeutet dies für den Nutzen, den man sich von BPM und SOA erhofft?

Viele der Dinge, die heute in den Fachbereichen und auch der IT gemacht werden und dazu zähle ich BPM und SOA zielen doch darauf ab, schneller, bessere Daten zu erhalten. Diese Daten werden dann genutzt um ebenfalls schnellere, bessere Entscheidungen zu treffen und somit ggf. einen wirtschaftlichen Vorteil zu schaffen.

Was sind bessere Daten

Bessere Daten sind Daten, die zur richtigen Zeit, an den richtigen Ort in der richtigen Qualität geliefert werden und damit dann auch zu besseren Entscheidungen führen können. Das können hierbei sowohl strukturierte als auch und in steigendem Maße semi-strukturierte oder unstrukturierte Daten sein, welche aus den unterschiedlichen Quellen stammen. Das bedeutet an dieser Stelle aber auch, bislang nicht erschlossene Datenquellen - neue Quellen, Quellen, die bislang keinen Zugang ermöglichten oder die unbekannt waren mit einbeziehen zu können.

Was bedeutet dies für meine SOA und BPM Überlegungen

Für die SOA und BPM Überlegungen bedeutet dies in erster Linie diesen Aspekt nicht aus den Augen zu lassen und gesamtheitlich mit zu betrachten. Datenservices oder auch Information on Demand sollte so einbezogen sein, dass auch hier die notwendige Dynamik und Agilität abgebildet werden kann. Es sollte zudem klar werden, welches die ’single version of truth’ meiner Daten darstellt.

Eine Betrachtzung und unter Umständen auch Bereinigung der Daten ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effektiven Umsetung einer SOA. Manschmal ist dies sicherlich sogar auch eine notwendige Voraussetzung für eine SOA.

Ein Wort hier zum Schluss zu den Thema Daten und Informationen. Das Entscheidende an den Daten sind nicht nur die Daten selber sondern vielmehr, was man aus diesen Daten macht sprich auch welche Informationen man aus der steigenden Flut an Daten herausziehen kann und somit einen Mehrwert in die Daten auch hineinlegen kann.

Neben Daten und Informationen nehmen auch Ereignisse eine gesteigerte Bedeutung in dieser Betrachtung, aber auch insgesamt bei BPM und SOA ein. Dazu aber mehr in einem späteren Artikel.

Business Intelligence trifft auf SOA

Business Intelligence (BI) und Service-orientierte Architektur (SOA) gewinnen in den Chefetagen immer mehr an Bedeutung und zählen zu den vorrangigen strategischen Zielen der Chief Information Officers. Aber was treibt diese Entwicklung voran und wie können diese Technologien Unternehmen helfen, sich an Veränderungen ihres Geschäftsumfelds schneller anzupassen?

Flexibilität und Transparenz sind ausschlaggebende Faktoren für den Geschäftserfolg. Firmen brauchen Einblick in ihre Geschäftsabläufe, um zu verstehen, welche Änderungen in ihren Geschäftsprozessen erforderlich sind, und sie müssen flexibel sein, um schnell entscheiden und reagieren zu können.

Viele Unternehmen sind überzeugt, dass SOA wichtig für BI ist und planen, BI-Services in der nächsten Zeit in allen Geschäftsbereichen zu implementieren. Tatsächlich glauben viele, dass SOA zu einem gewissen Grad für BI von Bedeutung sei und die meisten gehen davon aus, dass alle Geschäftsbereiche von BI-Services profitieren können.

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BPM - Die Königsdisziplin der Serviceorientierung ?

SOA hilft BPM und BPM ist die Königsdisziplin der Serviceorientierung. Soweit die einfache These. Natürlich hat eine technisch ausgelegte SOA bereits oft eine starke Berechtigung, hilft sie doch bei der Entwirrung komplexer Schnittstellenknäuel. Wie bereits auch hier im Blog diskutiert sollte aber nicht auf BPM als das Wundermittel für den Erfolg der eigenen SOA gewartet werden. Vielmehr muss bei der Planung und Umsetzung der SOA entschieden werden, welches Ziel verfolgt wird. Wird SOA primär als Integrationsmethode genutzt, dann werden Funktionen und Daten möglichst aus existierenden Anwendungen zur Nutzung durch andere Anwendungen bereitgestellt. Die Herausforderung beim Zuschnitt der Services liegt primär darin, die Daten- und Funktionsartefakte der unterschiedlichen Anwendungen interoperabel zu gestalten und dabei die Konsistenz der Daten und Prozesse zu gewährleisten. Gelingt das und werden dabei Services mehrfach genutzt dann ist dies zweifelsfrei bereits eine sehr erfolgreiche SOA Einführung. Eine so gestaltete SOA lässt sich ohne intensive Einbindung der Fachseiten umsetzen, basiert sie doch im Wesentlichen auf IT Engineering bestehender Anwendungen, Daten und Funktionen.

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SOA, BPM und BRM: Der dreibeinige Barhocker

Business Process Management (BPM), serviceorientierte Architekturen (SOA) und Business Rules Management (BRM) wachsen immer mehr zusammen. Ein guter Zeitpunkt, in Gedanken einen Schritt zurückzutreten und einen prüfenden Blick auf diese Technologien zu werfen. Was passiert hier gerade? Und warum?

Viele Jahre lang haben Berater und Hersteller den Mythos aufrechterhalten, dass sich Unternehmen zwischen BPM und BRM entscheiden müssen, um flexible und agile Geschäftslösungen zu erstellen. Dieser Mythos war eine Übertreibung. Es stimmt zwar, dass fast jeder BPM-Prozess Regeln verwendet, wenn es um Entscheidungsfindung geht, und dass sich in jedem BRM das Konzept eines Prozesses wiederfindet. Es ist aber nicht wahr, dass diese beiden Technologien austauschbar sind. Vielmehr handelt es sich um zwei Seiten derselben Münze, und die wahre Stärke besteht darin, die Vorteile von beiden Ansätzen zusammenzubringen. Wie also werden die unterschiedlichen Technologien verwendet? Continue reading ‘SOA, BPM und BRM: Der dreibeinige Barhocker’