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BPMN: Akzeptanz in der Praxis?

Viel wurde bereits über die BPMN als gemeinsame Prozessmodellierungssprache von Business und IT geschrieben (u. a. auch hier). Doch wie sieht es in der Praxis aus? Im Laufe des zurückliegenden Jahres hatte ich die Gelegenheit, eine Reihe von BPMN-Einführungsseminaren in größeren deutschen Unternehmen durchzuführen. Im Folgenden möchte ich einige Eindrücke und Erfahrungen aus diesen Seminaren wiedergeben.

Wer beschäftigt sich mit BPMN und warum? Continue reading ‘BPMN: Akzeptanz in der Praxis?’

BPMN – Lingua Franca zwischen Fachabteilung und IT?

Die von der OMG standardisierte Business Process Modeling Notation (BPMN) gewinnt zusehends an Bedeutung – sowohl für die Modellierung ausführbarer Prozesse als auch für die fachliche Modellierung von Geschäftsprozessen. Damit scheint sich im Gegensatz zu anderen Notationen, wie die eher von fachlichen Modellierern eingesetzten ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK) oder die praktisch nur in der Software-Entwicklung verwendeten UML-Aktiviätsdiagramme, zumindest für die Prozessmodellierung eine gemeinsame Notation für Fachabteilung und IT zu entwickeln. Das heißt zwar einerseits noch längst nicht, dass dadurch alle Verständnisprobleme gelöst werden. Auch die Verwendung einer gemeinsamen Muttersprache hindert Menschen schließlich nicht daran, aneinander vorbei zu sprechen und sich gegenseitig zu missverstehen. Andererseits macht es die Kommunikation doch ein wenig einfacher, wenn der Kollege aus der Fachabteilung mit den Symbolen etwas anfangen kann, die der IT-Experte in seinen Prozessmodellen verwendet. Continue reading ‘BPMN – Lingua Franca zwischen Fachabteilung und IT?’

Wieso eigentlich immer nur der Kontrollfluss?

Gängige Vorschlägen der Unterstützung von Geschäftsprozessen mittels SOA-basierter Informationssysteme sehen ungefähr folgendes Szenario vor: Fachexperten modellieren ihre Prozesse. Hierzu greifen sie auf vorhandene, wiederverwendbare Business Services zu und binden diese in ihre Abläufe ein. Die Modelle werden dann entweder direkt oder nach Ergänzung um kleinere technische Details zur Ausführung auf einer Process Engine gebracht. Sind Änderungen am Prozess erforderlich, so können diese wiederum von Fachexperten im Modell durchgeführt und ohne Programmieraufwand ausgeführt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Es entfällt eine Menge Programmieraufwand, Verständnisprobleme zwischen Fachabteilung und IT fallen weg, Anforderungen können schnell umgesetzt werden, usw. Eine Reihe von Problemen dieses Vorgehens, z. B. hinsichtlich der Detaillierung und dem Formalisierungsgrad von fachlichen Modellen wurde bereits in vorangehenden Beiträgen diskutiert.

Doch was lässt sich eigentlich mit Hilfe der Modellierungskomponenten von Business Process Management-Systemen tatsächlich modellieren? Was definiert ein BPMN-Modell oder eine BPEL-Datei? Continue reading ‘Wieso eigentlich immer nur der Kontrollfluss?’