Business Process Analysis: BPM und SOA
Mit Business Process Analysis (BPA) wird die Lücke zwischen ausführbaren technischen und allgemeinen fachlichen Geschäftsprozessen geschlossen. BPA verbindet BPM und SOA zu einem funktionierend Ganzen und erlaubt eine durchgängige Spezifikation, Bereitstellung, Analyse und Kontrolle von Geschäftsprozessen.
Business Process Management
“Das Geld steckt in den Prozessen”. Diese von Dr. Wolfgang Martin an der Cebit im letzten Jahr formulierte Aussage bringt auf den Punkt, was viele Unternehmen versuchen; durch die Verbesserung der Geschäftsabläufe soll die Effizienz der Unternehmenstätigkeit gesteigert werden. Gemäss einer Studie von IBM hängt die Performance eines Unternehmens stark von seiner Innovationsfähigkeit in den Betriebsabläufen ab. In den letzten Jahren hat sich BPM als wichtigstes Instrument zur Verbesserung dieser Betriebsabläufe entwickelt. “BPM erlaubt die Spezifikation, Bereitstellung, Analyse und Kontrolle der operativen Geschäftsprozesse durch Methoden, Werkzeuge und Technologien.” Diese Definition stammt aus der sehr empfehlenswerten Broschüre “BPM Basics for Dummies”. Das wichtigste Element von BPM ist der Prozess als “Bündel von Aktivitäten die einem Wertbeitrag für den Kunden leisten” (Hammer und Champy 1995). Das wichtigste Werkzeug ist die Modellierung dieser Geschäftsprozesse. Seit vielen Jahren sind verschiedene Techniken zur Modellierung von Prozessen bekannt und im Einsatz. Prozesse werden mit geeigneten graphischen Werkzeugen modelliert und eventuell simuliert.
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Keine Frage – Prozessorientierung und damit BPM sind auf dem Vormarsch. Wie kann man am besten aus den Erfahrungen von BPM-Pionieren lernen? „Best Practices“ stellen ein beliebtes Instrument dar, um bereits gemachte Erfahrungen für die Zukunft nutzbringend anzuwenden. Solche Best Practices fangen bereits in der Planungsphase an.
Planung ist zwar für jedes Projekt wichtig, aber BPM-Projekte brauchen einen sehr viel flexibleren Planungsansatz als „normale“ Projekte, da sich Geschäftsprozesse über den Lebenszyklus hinweg häufig ändern können. Die zugrundeliegenden Technologien sollten diese Flexibilität zulassen, daher sollte man nicht versuchen, Prozesse hardkodiert in Form von Programmcode zu unterstützen. Ein guter Plan gibt dabei vor, wer was ändern darf, und welche Änderungen wann aktiviert werden sollen.
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Wer in letzter Zeit die Beiträge im SOA Expertenrat verfolgt hat, ist bereits mehrmals auf die folgende Erkenntnis gestoßen: fachliche und technische Modelle unterscheiden sich!
Ungeachtet der Marketingaussagen (vieler) Hersteller ist die Welt leider doch nicht so einfach. Die Versprechen, dass man einfach ein fachliches Geschäftsprozessmodell nehmen und es direkt einer Ausführungsmaschine übergeben kann sind mittlerweile als (zumindest zurzeit) „leicht übertrieben“ entlarvt.
Was macht man aber als „geplagter“ IT-Analyst und Architekt der nun doch mit den Kollegen aus den Organisationsabteilungen zusammenarbeiten muss (Entschuldigung – natürlich will). Schließlich haben die Kollegen schon (in manchmal langer Arbeit) fachliche Beschreibungen der Unternehmensprozesse erstellt. Erklären sie mal dem C-Level warum man diese (teure) Arbeit nun genau für die Automatisierung nicht brauchen kann…
Continue reading ‘Geschäftsprozess- und IT Modell – Die Koexistenz ist möglich’
Gängige Vorschlägen der Unterstützung von Geschäftsprozessen mittels SOA-basierter Informationssysteme sehen ungefähr folgendes Szenario vor: Fachexperten modellieren ihre Prozesse. Hierzu greifen sie auf vorhandene, wiederverwendbare Business Services zu und binden diese in ihre Abläufe ein. Die Modelle werden dann entweder direkt oder nach Ergänzung um kleinere technische Details zur Ausführung auf einer Process Engine gebracht. Sind Änderungen am Prozess erforderlich, so können diese wiederum von Fachexperten im Modell durchgeführt und ohne Programmieraufwand ausgeführt werden.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Es entfällt eine Menge Programmieraufwand, Verständnisprobleme zwischen Fachabteilung und IT fallen weg, Anforderungen können schnell umgesetzt werden, usw. Eine Reihe von Problemen dieses Vorgehens, z. B. hinsichtlich der Detaillierung und dem Formalisierungsgrad von fachlichen Modellen wurde bereits in vorangehenden Beiträgen diskutiert.
Doch was lässt sich eigentlich mit Hilfe der Modellierungskomponenten von Business Process Management-Systemen tatsächlich modellieren? Was definiert ein BPMN-Modell oder eine BPEL-Datei? Continue reading ‘Wieso eigentlich immer nur der Kontrollfluss?’