Drei Regeln für die Kommunikation der SOA-Strategie

Wie kann der CIO ein Technologie-Thema in der Unternehmensführung verkaufen? Wie lassen sich künftige IT-Investitionen rechtfertigen, ohne den Finanzvorstand mit technischen Details zu verschrecken? Wie ist eine SOA-Strategie mit betriebswirtschaftlichen Argumenten darstellbar? Drei einfache Regeln können helfen.

Regel 1: Überfallen Sie Ihre Ansprechpartner nicht mit Fachbegriffen

 

Überstrapazieren Sie nicht den Begriff „SOA“. Besser ist es, zunächst den erzielbaren Nutzen auf der Geschäftsebene in den Vordergrund zu stellen. Sprechen Sie mit der Geschäftsleitung über Prozesse, wie sich diese analysieren, steuern und automatisieren lassen und Sie finden rasch eine gemeinsame Gesprächsgrundlage. Die folgenden Gespräche rund um die IT fallen mit Sicherheit deutlich leichter und behandeln, welche Projekte notwendig sind und welche Architektur sich dafür am besten eignet. Das leitet auf eine logische Art und Weise zum Thema SOA über.

 

Regel 2: Erstellen Sie eine SOA-Nutzenmatrix

 

Listen Sie die verschiedenen Nutzenaspekte von SOA und ihre Auswirkung auf unterschiedliche Ebenen der Unternehmensführung in einer Matrix auf. SOA-Nutzenaspekte sind vielfältig und umfassen zum Beispiel Innovationsfähigkeit, Prozesseffizienz, Produktivität der Mitarbeiter, Governance von Geschäfts- und IT-Prozessen sowie Sicherung von IT Investitionen. Mögliche Ebenen der Firmenleitung sind: Unternehmensstrategie, Unternehmenspolitik, Finanzen, Unternehmenskultur und operationale Umsetzung.

 

Mit Hilfe der SOA-Nutzenmatrix sind Sie in der Lage, gezielt mit verschiedenen Ansprechpartnern über relevante Themen sprechen. Also zum Beispiel mit dem CFO über die Auswirkung auf den Cash-Flow oder das Risiko von Investitionen. Für den CEO sind Themen wie die Innovationsfähigkeit und die Möglichkeiten, neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt zu bringen interessant. Der COO sowie Manager von Fachabteilungen hingegen beschäftigen sich eher mit operativen Aspekten, die etwa aus einer gesteigerten Produktivität oder höherer Prozesseffizienz entstehen.

 

Die Erarbeitung einer SOA-Nutzenmatrix ist also eine sehr gute Vorbereitung für die Nutzenargumentation auf allen Ebenen und ermöglicht es, zunächst über die Ziele von SOA zu sprechen, bevor die Implementierung besprochen wird.

 

Regel 3: Wählen Sie das richtige Projekt und die richtigen Partner für erste Erfolge

 

Erste SOA-Projekte sollten so ausgewählt werden, dass ein spürbarer Nutzen für die Geschäftsprozesse im Unternehmen entsteht. Ideal sind Projekte, in denen die SOA dabei hilft einen manuellen Prozess zu automatisieren oder zu vereinfachen. Weisen Sie Erfolge mit messbaren Kennzahlen nach. Achten Sie bei diesen ersten Projekten darauf, im Vorfeld nicht zu viel zu versprechen. Machen Sie die ersten Erfolge deutlich und kommunizieren Sie anschließend die SOA-Gesamtstrategie sowie den Nutzen für das Unternehmen. So finden zukünftige Projekte mit Sicherheit eine breite Unterstützung innerhalb Ihrer Organisation.

 

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