…Sie mit ihren Softwarelieferanten zusammenarbeiten, ihnen aber nicht das Ruder überlassen. Diesen und andere Tipps gibt der US-amerikanische SOA-Experte David Linthicum in seinem Blog. Einige mögen trivial erscheinen: “Wenn Sie nachts ruhig schlafen” etwa, oder: “Wenn Sie Ihr Projekt nicht als ‘Experiment’ bezeichnen.” Andere dagegen verweisen auf klassische Fehler, die auch erfahrenen Projektverantwortlichen unterlaufen. Der Hinweis auf die Zulieferer ist in jedem Fall einen Gedanken wert: Linthicum warnt vor einem Phänomen, das in jüngster Zeit die Runde in einschlägigen Blogs macht: der sogenannten Vendor Driven Architecture (VDA).
Viele Unternehmen und Behörden kommen bei Kaufentscheidungen immer wieder auf ihre Stammlieferanten zurück, beobachtet der Analyst. Das Ergebnis sind Lösungen, die er als “Comfort Technologies” bezeichnet. Nicht der Wert der technischen Lösung sondern die guten Beziehungen zu den Herstellern stehen dabei im Vordergrund. Viele dieser Käufer überlassen zudem das Design und die Ausgestaltung der SOA ihren Lieferanten. Das Problem: Die Interessen der Hersteller sind anders gelagert als die der Kunden.
Entsprechend sehen die daraus entstandenen Vendor Driven Architectures aus. Sie dienen den Herstellern in erster Linie dazu, noch mehr Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Die Nachteile für die Käufer sind gravierend: Allzu oft entsprechen die Lösungen nicht den Anforderungen und sind womöglich auch noch zu teuer. Linthicum sieht nur einen Ausweg aus dieser Falle: Die grundsätzliche Architektur und daraus folgende Anforderungen müssen stehen, bevor ein Hersteller in Spiel kommt. Dazu gehört auch, alle technischen Möglichkeiten für die Implementierung zu bewerten. Wenn dann unterm Strich die Comfort Technology als beste Alternative erscheint – umso besser.


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