Managen von Geschäftsregeln und Prozessen in einer SOA
Eine SOA regelt das Zusammenspiel von Prozessen und Regeln neu. Bisher galt das von der Gartner Group aufgestellte Dogma, dass zwar Regeln und Prozesse strikt voneinander zu trennen sind, aber dass Prozessmaschinen und Regelmaschinen miteinander zu integrieren seien. In einer SOA geht man einen Schritt weiter. Statt einer Integration proprietärer BPM und BRM Technologien (BRM = Business Rules Management) fasst man im Sinne einer Service-Orientierung die Regeln als Services auf, die von der Prozessmaschine orchestriert werden. So erhält man Rule-Services als eine Kategorie von Services. Ein Rule-Service kann als Kapselung komplexer Regeln verstanden werden. Damit wird eine Regelmaschine zum Bestandteil einer SOA Infrastruktur und die Entscheidungslogik wird Teilmenge der Geschäftslogik. Regeln werden so in gleicher Weise wie auch andere Services durch die Prozessmaschine orchestriert. Das ist absolut konsequent und zeigt die Eleganz des SOA Ansatzes.
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oder: erfolgreiche IT ist zu 50% Politik
Trotz aller Verheißungen – etwa einer renommierten Unternehmensberatung „30% Kostenerspanis durch Einsatz von SOA“ – sind die Segnungen von SOA in den meisten Unternehmen noch nicht angekommen. Und damit erlebt SOA das gleiche Schicksal wie all die anderen IT-Paradigmen der Vergangenheit. Tatsache ist leider, dass der Begriff “Software-Krise” bereits 40 Jahre alt ist und es seitdem zu keinen substanziellen Verbesserungen gekommen ist. Viele internationale Studien zeigen, dass weiterhin 30% aller Projekte scheitern.
Continue reading ‘Warum SOA-Projekte an der Praxis scheitern’
In Geschäftsprozessen ist die Kommunikation ein notwendiger und wesentlicher Bestandteil, wenn der Zugriff auf Entscheidungsträger und das Wissen menschlicher Experten benötigt wird. Wenn die Echtzeitkommunikation, also die Sprachkommunikation und das Instant Messaging (IM), mit Collaboration-, und Geschäftsanwendungen verknüpft werden, kann die durch den Menschen ausgelöste Verzögerung von Geschäftsprozessen erheblich reduziert werden. Sind sowohl die Kommunikationsservices wie auch die Geschäftsanwendungen SOA-basiert, lassen sich durch entsprechende SDKs (Software Development Kits) Geschäftsprozesse mit integrierter Kommunikation realisieren. Der Vorteil: Mitarbeiter sehen in der Benutzeroberfläche einer Geschäftsanwendung nicht nur auf einen Blick, welche Kollegen bei Bedarf für eine Rückfrage oder Entscheidung zuständig sind, sondern auch ob und wie diese erreichbar sind.
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Die Begriffe SOA und EAM (Enterprise Architecture Management) werden in letzter Zeit häufig in einem Atemzug genutzt. Oft wird dabei indes nicht klar, wie sich das eine zum anderen verhält. Dabei ist eine Abgrenzung der Begrifflichkeiten aus der Erfahrung der Deutschen Post eigentlich leicht vorzunehmen: SOA ist eine Strategie – während EAM eine Disziplin des IT-Managements beschreibt. Das heißt also: Innerhalb von EAM ist SOA ein Werkzeug, um bestimmte Zielsetzungen zu erreichen. Gleichzeitig gilt: Über SOA hinaus kann EAM prinzipiell weitere Konzepte und Methoden nutzen. Dass in der Diskussion die Grenzen zwischen beiden Begrifflichkeiten zu verschwimmen scheinen, liegt an der Prominenz und dem Stellenwert von SOA. Um ein konsequentes Architekturmanagement durchzuführen, gibt es zu SOA derzeit schlicht keine Alternative.
Continue reading ‘SOA und EAM: Zwei Begriffe, eine Bedeutung?’
Die Globalisierung ist ohne die Ausbreitung der Informationstechnologie nicht denkbar. Es gilt zu erkennen, wie schnelle, weltumspannende Verbreitung von Information und Wissen die unternehmerische Dynamik steigern können. Moderne Kommunikationstechniken wie E-Mail und neuere Collaboration-Werkzeuge binden auch Mitarbeiter, Partner und Kunden immer stärker in geschäftliche Abläufe der Unternehmen ein. Vor dem Hintergrund der globalen Wertschöpfungsnetze müssen klassische Geschäftsanwendungen ihren funktionalen Fokus erweitern: Waren Softwarelösungen bisher auf die Automatisierung von Transaktionen zwischen Maschinen oder IT-Systemen spezialisiert, so müssen sie sich im Zeitalter der Web-Plattformen zum Anwender hin öffnen und sich besser in übergreifende Geschäftsabläufe und Collaboration-Szenarien integrieren.
Dank serviceorientierter Architekturen (SOA) sind die allgemeinen Bestrebungen hin zu besser integrierten, flexibleren IT-Systemen bereits weit gediehen. Die direkte Unterstützung betriebswirtschaftlicher Abläufe durch Software-Dienste, die wiederum Prozessketten im Sinne der Wertschöpfung durchlaufen, macht das Besondere des SOA-Konzeptes aus. SOA alleine reicht aber nicht aus, da dieses Modell auch Defizite aufweist, etwa bei der Datenintegration oder auf der Ebene der Benutzerinteraktion mit verschiedenen Endgeräten und Bedienkonzepten. Ebenso fehlen Konzepte zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation und Zusammenarbeit.
Continue reading ‘SOA – Antwort auf alle Herausforderungen?’