Zur Realisierung einer SOA-Plattform stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Open Source ist dabei eine interessante Alternative. Schließlich werden die zentralen Zielsetzungen einer SOA-Strategie durch eine Open Source-Plattform sehr gut unterstützt. Dazu gehören: Steigerung der Agilität, Reduzierung des Time to Market und Senkung der TCO (Total Cost of Ownership).
Agilität nicht nur bei Prozessen, sondern auch auf der Ebene der IT zu erreichen, stellt zum Beispiel hohe Anforderungen an die Flexibilität und Integrationsfähigkeit der SOA-Plattform. Dafür erforderlich ist die Unterstützung etablierter Standards – ein Merkmal, das die Open Source-Plattformen für SOA erfüllen.
Die schnelle Umsetzung von Business-Anforderungen kann auf Plattform-Ebene zudem eine Multi-Vendor-Strategie erfordern. Der Einsatz der jeweils am besten geeigneten SOA-Komponenten setzt dabei eine offene Plattform voraus. Auf eine solche Plattformstrategie setzen viele Open Source-Projekte schon aus eigenem Interesse. Und von der daraus resultierenden Flexibilität können Unternehmen bei ihren SOA-Projekten profitieren.
Dass durch eine Open Source-Strategie auch die Forderung nach einer Senkung des TCO erfüllt wird, liegt zuletzt auf der Hand. Hohe Aufwendungen für eine Plattform konterkarieren schließlich die Kostensenkungen, die durch SOA möglich sind. In Summe leisten diese drei Merkmale von Open Source-Projekten einen wesentlichen Beitrag, SOA-Zielsetzungen erfolgreich zu erreichen.
Für die Deutsche Post waren genau diese Faktoren ausschlaggebend, ihre eigene SOA-Plattform SOPERA als Open Source verfügbar zu machen. Für ein Unternehmen stellt sich somit nicht nur die Frage, ob Open Source eine Alternative zum Kauf einer SOA-Plattform ist – sondern auch, welche Open Source-Lösung die eigenen Anforderungen optimal unterstützt.
Wesentliche Entscheidungskriterien für und gegen einen bestimmten SOA-Plattformanbieter im Bereich von Open Source sind dabei neben funktionalen Faktoren immer auch die Stabilität des Projekts, die Größe der Entwicklungsbasis sowie die Qualität der angebotenen Supportleistungen. Eine intensive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Angeboten bleibt Unternehmen somit nicht erspart – was aber nicht nur für Open Source, sondern auch für kommerzielle Angebote gilt.


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Ich kann diesem Betrag voll zustimmen. Die meisten Kriterien sind die selben bei Open Source und Non Open Source Produkten.
Bei Non Open Source muss man sich nur mehr bzgl Stabilität des Produktes hinterbringen, wieviele grössere Implementierungen. Zudem wie gross ist die Community ( wird diese vielleicht nur von wenigen Mitgliedern getragen), wer ist der Geldgeber?
Beim Support ist es nicht nur wichtig, wie gut dieser ist sondern welche Kosten verursacht der ( bei einigen Open Source produkten sind diese recht teuer) Wie ist dieser strukturiert?
Gerade im Bereich Support hapert es bei einigen Produkten noch erheblich.
Auch wichtig ist , ob bei neuen Releases Feedback der Community berücksichtigt wird .
MfG,
Iris Peters
Freelancer im Bereich SOA, EAI und J2EE Architecture und Infrastructure