In der SaaS-Produktlandschaft ist eine spürbare Veränderung zu bemerken: während noch in der Frühzeit (2000 bis 2003) zumeist starre oder nur rudimentär parametrisierbare Angebote im Vordergrund gestanden haben, werden SaaS-Lösungen nun immer mehr mit Konfigurationshilfen ausgestattet, die es ermöglichen, die Softwareprodukte unternehmensspezifisch anzupassen. Der Vorteil dieser funktionalen Verbesserung liegt auf der Hand: eine bessere Ausrichtung im Hinblick auf die Geschäftsanforderungen.
Die zweite grosse Herausforderung an SaaS-Lösungen ist die Sicherstellung einer ausreichenden Interoperabilität zwischen den Saas-Angeboten unterschiedlicher Hersteller. Die technologische Basis dazu wird durch SOA geboten: sofern sich die Saas-Lösungen (in ihrem Aussenverhalten) an normierten Standards z.B. in Bezug auf semantische Definitionen und Datenmodelle ausrichten, ist eine Verknüpfung untereinander auch sinnvoll möglich. Dies ist besonders für grosse Unternehmen mit weitreichenden funktionalen Anforderungen, die nur durch eine Kombination mehrerer SaaS-Lösungen abgedeckt werden können, interessant.
Schliesslich unterstützt SOA auch die Integrationsfähigkeit für Unternehmen, die SaaS-Lösungen einsetzen, bei denen die Datenhaltung durch den SaaS-Anbieter selbst erfolgt. Auf der Basis einer ausgereiften Integrations-Middleware und einer offenen SOA-Architektur können „SaaS-Dateninseln“ besser und kontrollierter in das Unternehmensdatenmodell integriert werden, unabhängig davon, ob sich die Daten innerhalb oder ausserhalb der Unternehmens-Firewall befinden.
Fazit: durch eine SOA-Ausrichtung ist in der Regel eine optimalere Ausschöpfung der Möglichkeiten des selektiven Einsatzes von SaaS-Lösungen realisierbar. Für eine Darstellung von vollständigen „end-to-end“ SaaS-Lösungsszenarien ist allerdings ein, verglichen mit dem gegenwärtigen Status, noch wesentlich höherer Grad der SOA-Technologiestandardisierung – verbunden mit weiteren Verbesserungen im integrativen Daten-Management von SaaS-Lösungen – erforderlich. Hier wird seitens Gartner mit einer verfügbaren Marktreife innerhalb der kommenden 4-5 Jahre gerechnet.


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Mit Hilfe einer service-orientierten Architektur kann man bestehende Infrastrukturen und die zugrundeliegenden Geschäftsprozesse auseinanderbauen, in Building Blocks aufteilen und als wiederverwendbare Module implementieren. Auf Basis einer SOA können so Infrastrukturen und Services, je nach Einzelfall, vom internen Betrieb und der unternehmenseigenen Kontrolle in eine gehostete Umgebung ausgelagert werden. Mit unseren Technologien unterstützen und erleichtern wir SaaS-Angebote, besonders unsere Micro Services Architektur und die Virtualisierung der J2EE-Umgebung ermöglicht eine umfassende und optimierte Nutzung der Plattformen für die Service Bereitstellung. Damit können Service-Provider sowohl die Anwendungsplattform als auch die zugehörige Hardware granular skalieren und so SaaS auf höchstzuverlässigen und skalierbaren Plattformen anbieten. Darüber hinaus kann man mit Business Process Management Software die Ausführung auf einer SOA-Plattform modulieren, simulieren und liefern. Das Ergebnis ist höchste Business Agilität und ein umfassendes Dashboard über alles was SaaS den Kunden eines Service-Providers bietet.