In einem Blogeintrag wagt der Fachbuchautor Steve Jones ein Rating der großen Anbieter von SOA-Produkten. Die Ergebnisse stellt er auch in Form von Radar Charts dar. Jones bewertet die Softwarehersteller nach einer ganzen Reihe von Kriterien, darunter etwa Business Service Architecture, BPM, Monitoring, Testing, Anwedungsdesign oder “Roadmap Honesty.” Unter letzterem Punkt vergleicht der Experte die von Anbietern veröffentlichen Roadmaps mit den “realen” Entwicklungen”, zumindest wie er sie zu erkennen glaubt.
Die wenigsten Hersteller dürften den zum Teil provokanten Wertungen in allen Punkten zustimmen. Für Projektverantwortliche in Unternehmen und solche, die eine SOA-Strategie gerade erst planen, bieten sie gerade deshalb eine Menge nützlicher Denkanstöße.
Hier einige Auszüge: Continue reading ‘SOA-Anbieter im Vergleich’
So richtig schön auf die Sahne gehauen hat die Software AG auf der CeBIT. Mit ihrem Mainframe- und XML-Know-how, ihrer großen internationalen Kundenbasis und einem Management-Team, das Vorstandssprecher Karl-Heinz Streibich ausdrücklich lobte, sehen sich die Darmstädter bestens aufgestellt, um im weltweiten Markt für Service-orientierte Architekturen (SOA) zu punkten.
Und weil das für die anwesende internationale Presse für einen Artikel wohl noch nicht ausreichte, setzte er noch eins drauf. “Wir wollen eine Software-Allianz europäischer Firmen initiieren”, sagte Streibich. Man könne sich das so vorstellen wie die Star Alliance der Lufthansa. Im Verbund könnten die Anbieter die Herausforderungen der Globalisierung besser meistern, arbeitsteilig entwickeln und – nach dem Prinzip der “Coopetition” – den milliardenschweren SOA-Markt erschließen.
Da ist sie also wieder, die gute alte Unidata-Idee.
Continue reading ‘Die Software AG will eine EU für SOA’
Die Pessimisten dürften sich bestätigt fühlen: Entgegen allen Expertenempfehlungen sind Service-orientierte Architekturen noch immer vor allem ein Thema der IT-Abteilungen. Das zumindest belegt eine Studie des Analystenhauses Wolfgang Martin Team. 39 Prozent der befragten deutschen und Schweizer Unternehmen lassen ihre SOA-Vorhaben von einem Projektleiter aus der IT steuern. Aus den Fachabteilungen, die nach der reinen SOA-Lehre eigentlich den Hut aufhaben sollten, kommen gerade mal 26 Prozent der Projektverantwortlichen. Noch deutlicher wird die Situation bei der Frage, wer im Unternehmen als Sponsor der SOA agiert: 58 Prozent nannten den CIO oder einen anderen Manager aus dem IT-Bereich, nur 13 Prozent die Geschäftsführung. Soviel zum Thema Unterstützung durch das Topmanagement.
“Der Treiber für SOA ist immer noch die IT”, kommentiert Studienautor Wolfgang Martin denn auch. “Die SOA-Botschaft ist noch nicht in der Geschäftsführung angekommen.”
Continue reading ‘SOA – noch immer ein IT-Thema’
In vielen Fällen wird die SOA-Adaption durch signifikante Veränderungen im Geschäftsumfeld eingeleitet. Die in diesem Zusammenhang zu berücksichtigenden Business Driver können sowohl aus dem „bottom-up“ (z.B. Initiativen einzelner Business Units) als auch dem „top-down“-Kontext (z.B. unternehmensübergreifende Programme) abgeleitet sein.
Zur erfolgreichen Planung der SOA-Adaption hat Gartner die folgenden, strategischen Annahmen und Projektionen ausgearbeitet:
- “Through 2008, fewer than 30% of strategic SOA initiatives will be justified solely in terms of IT benefits (0.9 probability).”
- “Through 2008, the upfront investment for large-scale service-oriented applications will be justifiable only for projects with a planned lifetime of three years or more (0.8 probability).”
- “Through 2010, fewer than 25% of large companies will have developed the technical and organizational skills needed to deliver enterprisewide SOA (0.8 probability).”
Ferner empfiehlt Gartner eine Berücksichtigung der folgenden, taktischen Richtlinie:
- “Although management buy-in is key for successful SOA adoption, it is critical to avoid setting expectations too high. Sell SOA to top management only when you can prove its merits with already achieved, concrete and measurable business benefits.”
Unter den meist genannten Gründen, warum Unternehmen eine serviceorientierte IT-Architektur (SOA) einführen, wird immer häufiger die vereinfachte Reaktion auf regulatorische Anforderungen der Compliance genannt.
Dabei scheinen auf den ersten Blick die unterschiedlichen Konzepte nicht unbedingt zusammen zu passen.
Serviceorientierte IT-Architekturen tragen beispielsweise dazu bei, die Geschätsprozesse durch eine flexible Ausrichtung unternehmensweit zu verbessern. Compliance hingegen bedeutet nichts anderes als die Einhaltung von gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen innerhalb der Geschäftsprozesse. Es ist also ein Architektur-Paradigma gefordert, das diese Anforderungen bestmöglich unterstützt.
Continue reading ‘Keine Compliance ohne vernünftiges Stammdatenmanagement’