Viel ist bereits über die Notwendigkeit von Repositories in Service-orientierten Architekturen berichtet worden. Repositories sind bereits aus anderen Zusammenhängen bekannt. So ist es in der klassischen EAI (Enterprise Application Integration) sinnvoll beziehungsweise notwendig, über ein Repository ein Mapping der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über einen Integration-Server zu dokumentieren. Darüberhinaus sind im EAI-Repository die Translation-Regeln für die unterschiedlichen Applikationen zu hinterlegen.
Monthly Archive for Februar, 2007
Seit den Skandalen um Enron und WorldCom und neuen industriespezifischen Regularien wie Basel II hat sich vieles in der Geschäftswelt geändert. Compliance-Themen spielen in Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Ihre gesetzeskonforme Einhaltung sicherzustellen und gleichzeitig dabei flexibel zu bleiben, stellt sich als immer schwieriger heraus. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass bei gewachsenen monolithischen Systemen die Konsistenz und Transparenz von Geschäftsprozessen, die häufig auch über verschiedenste Anwendungssilos hinweg abgebildet sind, nur durch sehr hohen Aufwand erreicht werden kann.
Im Gegensatz dazu werden in einer SOA funktionale Bausteine (Services) wiederverwendet. Dies zum Beispiel innerhalb eines Prozesses, der dabei horizontal über verschiedenste Services abläuft und der eigentlichen Wertschöpfungskette folgt.
Think big – start small. So lautet die häufigste Empfehlung, die deutsche Unternehmen für den Aufbau einer Service-orientierten Architektur geben. Laut einer Umfrage des Marktforschungs- und Beratungshauses Experton Group raten die Manager, mit einem begrenzten Projekt zu beginnen, dabei aber stets eine unternehmensweite Architektur in Betracht zu ziehen. Diese sollte vorab zumindest in den Grundzügen definiert werden. Eine Gesamtsicht auf das Unternehmen mit klaren Rahmenbedingungen erleichtere eine spätere Ausweitung. Ähnlich argumentiert der US-amerikanische SOA-Experte David Linthicum mit seiner Empfehlung “Focus holistically, act locally”. SOAs sind aus seiner Sicht alles umfassende Architekturen. Wer Sie als bloße Projekte verstehe, sei zum Scheitern verurteilt.
Ein wesentliches Fazit aus SOA-Kundenprojekten ist, dass die Frage nach Management und Governance von SOA-Infrastrukturen gerne verdrängt wird: Wer sich erst damit beschäftigt, wenn die Komplexität nicht mehr zu beherrschen ist, wird mit zusätzlichen Projektkosten oder Verzögerungen bestraft.
Der praxisorientierte Beitrag gibt dem IT-Verantwortlichen konkrete Hilfen und Werkzeuge an die Hand, um die Herausforderung bei Einführung und Betrieb einer SOA zu meistern.
Wie die Computerwoche Ende 2006 berichtete, sieht Gartner ein Zusammenwachsen von BPM und SOA. Die Analysten prognostizieren, dass eine vollständige Integration aber erst im Jahr 2010 erreicht werden kann, da zunächst die BPM-Toolhersteller ihre Produkte verbessern müssen.