Monthly Archive for Januar, 2007

Rückblick SOA-Initiative 2007 der Computerwoche

Am 25. Januar fand in Frankfurt die SOA Initiative 2007 der Computerwoche statt. Die einzelnen Vorträge kann man in “SOA-Kritikerpräsentationen” und “SOA-Befürworterpräsentationen” unterteilen. Die Kritiker wiesen vor allem auf die nicht zu unterschätzende Komplexität Service-orientierter Architekturen hin. Die Befürworter konzentrierten sich auf die Potenziale einer SOA. Beide Seiten waren sich jedoch einig, dass eine SOA nur erfolgreich sein kann, wenn sie die fachlichen Prozesse als Ausgangspunkt nimmt. IT-zentrierte Lösungen ohne Bezug zum Fachbereich versprechen nichts als Misserfolg.

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Typische Szenarien für den SOA-Einsatz

SOA ist für Unternehmen ein vielversprechendes Konzept, da es die Umsetzung der Unternehmensziele unterstützt. Diese sind zum Beispiel die Verbesserung von Serviceleistungen gegenüber Kunden, die Reduzierung von Kosten oder die Erschließung neuer Absatzmärkte. Vor dem Aufsetzen eines SOA-Projektes müssen Unternehmen jedoch drei wichtige Fragen beantworten:

Welches fachliche Problem bzw. welche unternehmerische Herausforderung soll mit einer SOA gelöst werden?

Wie wird SOA als Projekt aufgesetzt und die Kommunikation von Fachbereichen und IT organisiert?

Wie lässt sich später der Erfolg der Maßnahme messen?

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SOA braucht BPM

SOA benötigt Business Process Management (BPM) – darin sind sich die Experten einig. Was jedoch genau BPM umfasst, ist schon umstrittener. Viele sehen darin die alleinige Orchestrierung von Services zur technischen Abbildung betriebswirtschaftlicher Abläufe. Diese IT-zentrierte Sichtweise betrachtet jedoch nur die technische Architektur einer SOA. Woher weiß der IT-Mitarbeiter jedoch, wie die technischen Prozesse geschnitten sein müssen, damit der Fachbereich optimal unterstützt wird? Schon anhand dieser Fragestellung wird deutlich, warum ein alleiniges technisches BPM für eine erfolgreiche SOA-Implementierung nicht ausreichend sein kann.

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SOA erfordert neue Ausrichtung vorhandener Skills

SOA beschreibt ein umfassendes Managementparadigma, das auf einen neuen Umgang mit der Prozess- und IT-Landschaft im Unternehmen zielt. Wie jede Strategie bringt auch SOA dafür einen spezifischen Fundus von Konzepten und Methoden mit.

Der Aufbau der damit verbundenen methodischen Skills ist eine Grundlage – spielt jedoch für den Erfolg einer SOA-Strategie eine weit geringere Bedeutung, als gemeinhin angenommen. Wesentlich wichtiger ist, dass der mit SOA verbundene Shift der Denkweise in den Köpfen von Business und IT-Management nachvollzogen wird.

Konkret verschiebt sich mit SOA der Fokus vom Management technischer Applikationen hin zu einem Management der übergreifenden fachlichen Leistungsbeziehungen. Die grundlegenden Skills dafür sind bereits heute in Unternehmen vorhanden – müssen jedoch zum Teil noch weiter entwickelt und neu ausgerichtet werden.

So ist etwa das Business gefordert, mehr Gestaltungsverantwortung für IT zu übernehmen, mithin IT als Business-Disziplin zu begreifen und voranzutreiben. Umgekehrt muss das IT-Management stärker als bisher die Rolle des Business-Architekten übernehmen, der fachliche Konzepte mitentwickelt und auf die technische Ebene transferiert.

Von SOA zu Web 2.0 – die Rolle der Application Platform

Wenn die Dynamik der Webnutzer auf serviceorientierte Architekturprinzipien trifft, werden wir eine umfassende Erneuerung der Internetnutzung erleben. Denn jenseits aller Modeeffekte ist Web 2.0 das konsequente Ergebnis tiefergehender Veränderungen – und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Die Nutzungsweise im Web wird sich ändern, denn die Anwender sind erwachsen geworden und übernehmen die Kontrolle. Es findet ein Übergang statt von einem Web der Konsumenten zu einem Web aktiver, Teilnehmer: Blogs, Wiki, soziale Netzwerke oder gemeinsame Inhalte zeigen das bereits.

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