CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Security

Mit Single-Sign-on zum Identity-Management

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Richard Diez-Holz (Systemberater bei RDS Consulting)

Zusätzlich lässt sich mit gängigen IAM-Systemen eine führende Applikation bestimmen, die bei bestimmten Ereignissen einen individuell vordefinierten Workflow in Gang setzt. Dieser erzeugt, verändert oder löscht automatisch digitale Identitäten und verknüpft sie mit Schlüsselidentitäten oder Rollen und Applikationen. Bei Bedarf kann auch das gesamte Genehmigungsverfahren automatisiert werden. Erst wenn beispielsweise eine Genehmigung durch einen Vorgesetzten (online) erteilt wird, erzeugt das IAM-System ein neues Benutzerkonto für eine Anwendung.

Startschwierigkeiten

Viele Unternehmen sehen bereits in den ersten Schritten auf dem Weg zum Identity-Management eine (vermeintliche) Hürde. Zuerst muss ein Unternehmen erfassen, welche Personen IT-Anwendungen benutzen, welcher Anwender welche Applikationen auch wirklich nutzt und schlussendlich müssen die Anwender für die Applikation korrekt und nachvollziehbar autorisiert werden. Rollen müssen definiert und diesen Rollen Sätze mit Berechtigungen für Ressourcen zugeordnet werden. Letztlich ist der gesamte Workflow für jede Position und jedes denkbare Ereignis (zum Bei- spiel Anlegen eines neuen Kontos) abzubilden. Bei den konkreten Planungen zeigt sich aber schnell, dass der Investitions- bedarf entgegen ersten Schätzungen mit Hilfe der richtigen Vorgehensweise erheblich geringer ausfällt.

Schnelle Erfolge

Eine Schlüsselrolle im Rahmen eines IAM-Projekts nimmt dabei die Implementierung von Single-Sign-on (SSO) ein. Bereits kurzfristig zeigen sich mit dieser Komponente einer IAM-Lösung nachhaltige und messbare Erfolge. Bei verhältnismäßig geringen Investitionen kann schnell ein beachtlicher Return of Invest (RoI) erzielt sowie das allgemeine Sicherheitsniveau erheblich angehoben werden. Eine 2002 von Gartner veröffentlichte Studie führt 30 Prozent aller in einem Helpdesk eingehenden Anrufe auf vergessene Passwörter zurück. Allein der kurzfristige Wegfall von Belastungen wie Produktivitätsausfall bei Anwendern und Bindung von Help-Desk-Ressourcen aufgrund der vergessenen Passwörter lässt die Größenordnung möglicher Einsparungen bereits erahnen.

Das SSO-Prinzip: Der Anwender authentifiziert sich einmal an seinem PC mit seiner definierten Kennung (zum Beispiel Windows-Benutzername und Passwort). Jede weitere Anmeldung etwa im SAP-System oder in Lotus Notes übernimmt automatisch der SSO-Mechanismus - ebenso die regelmäßigen Passwort-Wechsel entsprechend der gültigen Richtlinie. Jedes erzeugte Passwort ist hinreichend komplex und entzieht sich der Kenntnis des Anwenders. Der Anwender braucht nur noch ein Passwort, und dieses kann dann auch durchaus komplexer aufgebaut sein.

Sicherheitslücke SSO?

Doch Kritiker bezeichnen SSO auch als potentiellen Single Point of Failure. Mit einem Passwort, gelangt es in die Hände nicht autorisierter Personen, steht ohne weitere Sicherheitsüberprüfung der Zugang zu allen Applikationen des Anwenders offen. Demzufolge bringe SSO keinen Gewinn an Sicherheit, so der Vorwurf. Das Argument ist richtig, wenn SSO ohne weitere Schutzmechanismen installiert wird. Der Einsatz von Mehrfachauthentifizierung maximiert jedoch den Zugriffschutz an diesem kritischen Punkt.

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

SECURITY: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Wie Notebooks sicherer werden Wie Notebooks sicherer werden Lesen Sie, wie Sie mit Bitlocker oder Truecrypt ihre Notebook- oder Netbook-Festplatten sicher verschlüsseln!
weiter
So wird Cloud Computing sicher (Foto: SIGNTIME/Fotolia.de) So wird Cloud Computing sicher Diesen Fragenkatalog zur Security im Cloud Computing sollten Sie Ihrem Cloud-Provider vorlegen.
weiter
Windows 7 richtig absichern (Foto: Microsoft) Windows 7 richtig absichern Erfahren Sie, wie Sie Windows 7, Windows XP und Windows-Server im Netz wirksam gegen Viren, Würmer, Trojaner und andere Bedrohungen absichern.
weiter
Festplatten sicher löschen (Foto: Western Digital) Festplatten sicher löschen Ganz gleich, ob Sie den PC verkaufen oder eine Festplatte entsorgen: Sie sollten alle Daten sicher löschen. Diese Tools helfen dabei.
weiter
Smartphones an die Leine (Foto: Diego Wyllie) Smartphones an die Leine Wenn ein Smartphone mit brisanten Daten in falsche Hände gerät, hilft nur noch Fernlöschen oder Sperren der Geräte.
weiter
MEHR ZUM THEMA SECURITY
  • Whitepaper
  • Top geklickt
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps