CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Security

Gartner-Umfrage

US-Handel: Die meisten Datenverluste werden verschwiegen

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
Fast jedem zweiten US-Retailer sind bereits kritische Daten abhanden gekommen - nur wenige setzen ihre Kunden allerdings davon in Kenntnis, moniert Gartner.

Nach einer aktuellen Gartner-Umfrage unter 50 US-Einzelhändlern gaben 21 Prozent der Befragten an, bereits einen Datenverlust erlitten zu haben. Nur drei der Händler hätten den Vorfall allerdings gemeldet, so das Marktforschungsinstitut.

Zwar lasse sich angesichts der geringen Zahl an befragten Unternehmen schwer auf die Art der abhanden gekommenen Daten schließen, räumt Gartner-Analystin Avivah Litan ein. Dennoch zeuge das Ergebnis von einem bemerkenswerten Trend: "Kritische Daten werden gestohlen - und in der Regel nicht gemeldet", so Litan. Demnach sei davon auszugehen, dass die Zahl der Verluste weit höher sei, als bekannt werde.

Viele US-Bundesstaaten haben mittlerweile Gesetze verabschiedet, wonach Händler ihre Kunden informieren müssen, wenn deren persönlichen Daten kompromittiert wurden. Die daraus resultierende negative Publicity halte viele jedoch offenbar davon ab, Meldung zu erstatten, so Litan. "Sie sehen, was mit Unternehmen wie TJX und Hannaford passiert ist, und wollen nicht unnötig Aufmerksamkeit auf sich ziehen - so lange sie dazu nicht gezwungen sind." Dem US-Einzelhandelskonzern TLX waren im Jahr 2006 94 Millionen Kreditkartennummern, der amerikanischen Supermarkt-Kette Hannaford im Zuge eines im März gemeldeten Datenverlusts geschätzte 4,2 Millionen Kontonummern gestohlen worden.

Zu "Datenverlusten" zählt Gartner Phishing-Attacken und kompromittierte Daten Dritter, gestohlene oder abhanden gekommene Laptops sowie Insider- und Hacker-Angriffe. Gegen vier der von den Analysten befragten Händler haben Kredtikartenunternehmen laut Litan eine Geldbuße verhängt, da sie die Anforderungen des PCI-Standards (Payment Card Industry) nicht erfüllten, weiteren elf drohen aus diesem Grund Strafen.

Datenverluste bei Einzelhändlern stellen laut Gartner eine der Hauptursachen für Kreditkartendiebstahl dar - so sollen rund 20 Prozent aller derartigen Vorfälle darauf zurückzuführen sein. Die Kreditkartenindustrie rechne in den kommenden zwei Jahren mit einer Verdoppelung der diesbezüglichen Betrugsrate, so das Marktforschungsinstitut. (kf)

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

SECURITY: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Wie Notebooks sicherer werden Wie Notebooks sicherer werden Lesen Sie, wie Sie mit Bitlocker oder Truecrypt ihre Notebook- oder Netbook-Festplatten sicher verschlüsseln!
weiter
So wird Cloud Computing sicher (Foto: SIGNTIME/Fotolia.de) So wird Cloud Computing sicher Diesen Fragenkatalog zur Security im Cloud Computing sollten Sie Ihrem Cloud-Provider vorlegen.
weiter
Windows 7 richtig absichern (Foto: Microsoft) Windows 7 richtig absichern Erfahren Sie, wie Sie Windows 7, Windows XP und Windows-Server im Netz wirksam gegen Viren, Würmer, Trojaner und andere Bedrohungen absichern.
weiter
Festplatten sicher löschen (Foto: Western Digital) Festplatten sicher löschen Ganz gleich, ob Sie den PC verkaufen oder eine Festplatte entsorgen: Sie sollten alle Daten sicher löschen. Diese Tools helfen dabei.
weiter
Smartphones an die Leine (Foto: Diego Wyllie) Smartphones an die Leine Wenn ein Smartphone mit brisanten Daten in falsche Hände gerät, hilft nur noch Fernlöschen oder Sperren der Geräte.
weiter
MEHR ZUM THEMA SECURITY
  • Whitepaper
  • Top geklickt
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps