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Spam-Flut verstopft Postfächer

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von Hans-Christian Dirscherl (ist Redakteur der PC Welt.)
Aktuell sind mehr als drei Viertel des gesamten E-Mail-Aufkommens Spam-Botschaften, meldet MessageLabs.

Das Sicherheits-Unternehmen MessageLabs hat seinen Intelligence Report für Mai 2008 veröffentlicht. Darin stellen die Sicherheits-Experten eine neue Taktik zur Spam-Verbreitung fest: Anstatt auf neue und von vielen Abwehr-Tools nicht identifizierbare Mail-Anhänge zu setzen, verlagern Spammer ihre Aktivitäten zusehends auf kostenlose und von vielen Verbrauchern genutzte Web-Dienste wie Google Docs, Google Calendar oder Microsoft SkyDrive.

"Die Web-Betrüger von heute sind nicht nur gerissen und intelligent, sondern gehen auch sehr sorgfältig und genau vor. Jetzt haben sie offenbar die gegen Ende des Jahres 2007 noch so neuerungsreiche Taktik verworfen, Spam in immer neuen Arten von Datei-Anhängen zu verpacken. Stattdessen missbrauchen sie lieber kostenlos als Web-Dienste angebotene Software-Anwendungen, die in diesem Jahr enorm populär geworden sind und arglos von zahllosen Computerbesitzern aufgerufen werden", erklärt Mark Sunner, Chief Security Analyst von MessageLabs.

MessageLabs hat im Mai unter anderem Spam-Mails mit Links zu Werbebotschaften abgefangen, die in Dokumente eingebettet waren, die ihrerseits auf der Google-Docs-Plattform hinterlegt waren. Spammer profitieren davon, dass traditionelle Spam-Filter in der Regel keine Links zur Google-Docs-Website blockieren. Zudem bietet ihnen Google Analytics gleichzeitig die Chance, jederzeit den Erfolg und die Wirksamkeit ihrer auf diesem Wege lancierten Kampagnen im Auge zu behalten und auszuwerten. Google Docs ist aber keineswegs der einzige Dienst dieser Art, der ins Visier der Spammer gerückt ist. Ebenso haben diese für ihre Aktivitäten auch Microsofts SkyDrive entdeckt. Im Mai entfiel ein Prozent aller unerwünschten Spam-Mails auf Werbebotschaften, die mit dieser Technik verbreitet wurden.

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